„Warum machst du nicht einfach Marmelade in die Mitte und dann ein Loch oben drauf?”, fragte meine Nichte, während sie über meine Schulter auf den Teigklumpen starrte. Ich begann, ihr zu erklären, warum das bei klassischen Linzer Plätzchen nicht funktioniert – der Deckel muss ja komplett sein, das Fenster wird ausgestochen, die Marmelade kommt zwischen Boden und Deckel… Ich hielt inne. Sie hatte recht. Nicht mit der Technik, aber mit der Idee.
Ehrlich gesagt, ich war ein bisschen beleidigt. Ich backe diese Dinger seit Jahren. Ich habe meine Methode. Ich weiß, wie der Teig sein muss. Aber dann dachte ich an all die Male, in denen ich beim Ausstechen der kleinen Fenster geflucht habe, weil der weiche Teig an der Form klebte oder das Fenster beim Backen zugewachsen ist. Und plötzlich war ihre Frage gar nicht mehr so naiv. Sie war genial.
Also habe ich es versucht. Marmelade in die Mitte, ein Stern obendrauf – aber nicht als Deckel, sondern als offenes Fenster. Und weil ich gerade in einer Experimentierlaune war, habe ich die klassische Himbeermarmelade gegen Sanddorn getauscht. Das Ergebnis? Diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster sind jetzt mein absoluter Favorit. Der Teig ist butterzart, die Sanddornnote bringt eine erfrischende Säure, und das offene Sternfenster macht sie nicht nur hübscher, sondern auch viel einfacher zu backen. Kein Verrutschen der Deckel mehr, keine eingedrückten Ränder. Manchmal muss man eben von einem Zehnjährigen lernen, wie man besser backt.
Warum Sie diese Linzer Plätzchen lieben werden
Ich habe diese Plätzchen in den letzten Wochen bestimmt fünfmal gebacken. Nicht nur, weil sie so gut schmecken, sondern weil sie wirklich anders sind. Sie sind leichter als klassische Linzer – sowohl im Geschmack als auch in der Konsistenz. Der Sanddorn gibt ihnen eine Frische, die perfekt in die Weihnachtszeit passt, ohne schwer zu sein. Und das Beste? Sie sind einfacher zuzubereiten als jedes andere Linzer Rezept, das ich kenne. Lassen Sie mich Ihnen sagen, warum:
- Leichter und luftiger Teig: Anders als traditionelle Linzer Plätzchen, die oft schwer und mürbe sind, ist dieser Teig überraschend leicht. Das Geheimnis liegt in der richtigen Menge Butter und einem Hauch Backpulver – kein schwerer Mürbeteig, sondern ein zarter, fast flockiger Biss.
- Das Sanddorn-Sternfenster: Die Kombination aus buttrigem Teig und der spritzigen Sanddornmarmelade ist einfach unschlagbar. Der Sanddorn bringt eine sonnige, fruchtige Säure, die die Süße des Teigs perfekt ausgleicht. Und das offene Fenster? Es macht die Plätzchen nicht nur optisch zum Hingucker, sondern verhindert auch das lästige Verrutschen der Deckel.
- Einfach und stressfrei: Kein mühsames Zusammenkleben von Boden und Deckel mehr. Sie stechen den Teig aus, geben einen Klecks Sanddornmarmelade in die Mitte und legen einen Stern obendrauf – das war’s. Perfekt für entspannte Backtage mit Kindern oder wenn Sie viele Plätzchen auf einmal backen wollen.
- Gesünder, aber genauso lecker: Ich habe den Zucker reduziert und einen Teil des Mehls durch fein gemahlene Mandeln ersetzt. Das macht die Plätzchen nicht nur aromatischer, sondern auch etwas nährstoffreicher. Sie schmecken immer noch wie ein Genuss – aber einer, bei dem Sie sich nicht schlecht fühlen müssen.
- Ein echter Hingucker: Die leuchtend orangefarbene Sanddornmarmelade, die durch das Sternfenster lugt, ist einfach wunderschön. Auf jedem Weihnachtsteller sind diese Plätzchen der Star. Und sie sind gar nicht so kompliziert, wie sie aussehen – versprochen!
Diese Plätzchen sind für mich die perfekte Antwort auf die Frage: „Was backe ich, wenn ich etwas Besonderes will, aber keine Lust auf stundenlange Fummelarbeit habe?” Sie sind schnell gemacht, sehen fantastisch aus und schmecken so, wie Weihnachten schmecken sollte – leicht, frisch und voller Freude.
Was Sie für die Zutaten brauchen
Für diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster brauchen Sie keine exotischen Zutaten. Die meisten haben Sie bestimmt schon zu Hause. Der Sanddorn ist natürlich die besondere Zutat – aber keine Sorge, Sie bekommen Sanddornmarmelade oder Sanddornkonfitüre inzwischen in fast jedem gut sortierten Supermarkt oder online. Ich persönlich kaufe meine am liebsten auf dem Wochenmarkt, aber das ist Geschmackssache. Hier ist, was Sie brauchen:
Für den Teig:
- 250 g Mehl (Type 405, aber Type 550 geht auch – der Teig wird dann etwas fester)
- 100 g gemahlene Mandeln (bitte ohne Haut, also blanchiert – das gibt die feinere Textur. Ich schwöre auf die von Seeberger, aber jede Marke tut es)
- 120 g kalte Butter (in kleinen Würfeln, direkt aus dem Kühlschrank. Die Butter muss kalt sein, sonst wird der Teig klebrig)
- 80 g Puderzucker (ja, Puderzucker – er macht den Teig feiner und zarter als normaler Zucker. Wenn Sie nur normalen Zucker haben, mahlen Sie ihn kurz im Mixer)
- 1 Ei (Größe M) (Zimmertemperatur, sonst wird der Teig zu fest)
- 1 Prise Salz (unverzichtbar – es hebt die Aromen hervor)
- 1 TL Vanilleextrakt (oder das Mark einer halben Vanilleschote. Bitte kein Vanillezucker, der macht den Teig zu süß)
- 1/2 TL Backpulver (das ist mein Geheimnis für die leichte Textur. Traditionelle Linzer Plätzchen kommen ohne aus, aber ich finde, das Backpulver macht sie luftiger)
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone (optional, aber ich liebe die frische Note. Die Zitrone harmoniert wunderbar mit dem Sanddorn)
Für die Füllung und Dekoration:

- 150 g Sanddornmarmelade (oder Sanddornkonfitüre. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu flüssig ist – sonst läuft sie beim Backen aus. Ich empfehle die von „Maintal” oder „Darbo”, die haben eine schöne Konsistenz)
- Puderzucker zum Bestäuben (zum Schluss, wie bei klassischen Linzer Plätzchen)
Ein kleiner Tipp zur Sanddornmarmelade: Wenn Sie keine finden, können Sie auch Preiselbeermarmelade oder eine andere fruchtige, säuerliche Marmelade nehmen. Aber der Sanddorn ist schon etwas Besonderes – er schmeckt ein bisschen nach Sonnenschein und Winter zugleich. Ich habe auch schon eine Mischung aus Sanddorn und Orange ausprobiert, das war auch fantastisch.
Für die gemahlenen Mandeln: Wenn Sie eine Nussallergie haben, können Sie die Mandeln durch gemahlene Haselnüsse ersetzen. Der Geschmack wird dann etwas kräftiger, aber es funktioniert. Oder Sie nehmen feine Haferflocken, die im Mixer zu Mehl gemahlen wurden – das gibt eine ganz andere, aber auch leckere Textur.
Benötigte Küchengeräte
Bevor wir loslegen, hier die Ausrüstung, die Sie brauchen. Nichts Besonderes, aber ein paar Dinge machen das Leben leichter:
- Eine große Rührschüssel (am besten aus Edelstahl oder Glas – Plastik nimmt manchmal Gerüche an)
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine (ich benutze meine Küchenmaschine von Kenwood, aber ein Handrührer tut es auch. Nur mit der Hand wird der Teig schnell warm, also lieber maschinell arbeiten)
- Eine Teigrolle (aus Holz oder Edelstahl. Mein Geheimtipp: Rollen Sie den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie aus – dann klebt nichts und Sie sparen Mehl)
- Ausstechformen: Ein runder Ausstecher (ca. 5-6 cm Durchmesser) und ein kleiner Sternausstecher (ca. 2-3 cm). Ich habe meine von „Kaiser” und „WMF”, aber die günstigen von Ikea funktionieren auch gut
- Backpapier (unbedingt – ohne kleben die Plätzchen fest)
- Ein Backblech (normales Blech, am besten eins mit flachem Rand)
- Ein Kuchengitter (zum Abkühlen – das ist wichtig, sonst werden die Plätzchen unten feucht)
- Ein Teelöffel (zum Dosieren der Marmelade)
- Ein feines Sieb (zum Bestäuben mit Puderzucker)
Wenn Sie keinen Sternausstecher haben, können Sie auch einen kleinen Herzausstecher oder einen runden nehmen. Oder Sie schneiden das Fenster vorsichtig mit einem kleinen Messer aus – das ist etwas aufwendiger, aber sieht auch schön aus. Und falls Sie keine Teigrolle haben: Eine saubere Glasflasche tut es auch, solange sie gerade ist.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster sind wirklich einfach. Ich zeige Ihnen genau, wie es geht. Nehmen Sie sich Zeit – der Teig muss kühlen, also planen Sie etwa 1,5 Stunden ein (davon 30 Minuten aktive Arbeit).
- Teig vorbereiten (10 Minuten): Geben Sie das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Puderzucker, das Backpulver und die Prise Salz in eine große Schüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. Dann geben Sie die kalten Butterwürfel dazu und verkneten alles mit dem Handrührer (oder der Küchenmaschine) auf niedriger Stufe, bis eine krümelige Masse entsteht. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Die Butter sollte noch in kleinen Stückchen sichtbar sein – das ist gut so, denn das macht den Teig später zart.
- Ei und Aromen hinzufügen (5 Minuten): Geben Sie das Ei, den Vanilleextrakt und den Zitronenabrieb dazu. Kneten Sie alles auf mittlerer Stufe, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten! Sobald der Teig zusammenhält, aufhören. Der Teig wird anfangs etwas klebrig sein – das ist normal. Wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und drücken Sie ihn flach. So kühlt er schneller durch.
- Teig kühlen (mindestens 30 Minuten): Legen Sie den Teig für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Ich lasse ihn oft eine Stunde ruhen – das macht ihn später viel leichter zu verarbeiten. Der Teig muss richtig fest sein, sonst klebt er an der Rolle und den Ausstechern. Wenn Sie es eilig haben, legen Sie ihn für 15 Minuten ins Gefrierfach – aber passen Sie auf, dass er nicht gefriert.
- Backofen vorheizen (5 Minuten): Heizen Sie den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor (oder 160°C Umluft). Legen Sie zwei Backbleche mit Backpapier aus. Der Teig reicht für etwa 25-30 Plätzchen, je nach Größe Ihrer Ausstecher.
- Teig ausrollen (10 Minuten): Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und lassen Sie ihn 2-3 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Dann rollen Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (oder zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie) etwa 5-6 mm dick aus. Nicht zu dünn – die Plätzchen sollen ja stabil genug sein für das Fenster. Wenn der Teig an der Rolle klebt, bestäuben Sie die Rolle leicht mit Mehl.
- Plätzchen ausstechen (10 Minuten): Stechen Sie mit dem runden Ausstecher Kreise aus dem Teig. Legen Sie die Hälfte der Kreise auf ein Backblech – das werden die Böden. Bei der anderen Hälfte stechen Sie mit dem kleinen Sternausstecher vorsichtig ein Fenster in die Mitte. Heben Sie die kleinen Sterne auf – Sie können sie separat backen und als Dekoration verwenden oder einfach so knabbern. Legen Sie auch die „Fenster”-Plätzchen auf das Blech.
- Marmelade auftragen (5 Minuten): Geben Sie einen kleinen Klecks Sanddornmarmelade (etwa einen halben Teelöffel) in die Mitte jedes Boden-Plätzchens. Verteilen Sie sie nicht – sie läuft beim Backen von selbst ein wenig auseinander. Legen Sie dann ein „Fenster”-Plätzchen vorsichtig auf die Marmelade. Drücken Sie es nicht fest – die Marmelade hält es von selbst. Achten Sie darauf, dass das Sternfenster frei bleibt und nicht mit Marmelade verstopft ist.
- Backen (10-12 Minuten): Backen Sie die Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene. Die Backzeit hängt von Ihrem Ofen ab – bei mir sind es genau 11 Minuten. Die Plätzchen sollten an den Rändern ganz leicht goldbraun sein, aber in der Mitte noch hell. Sie sind nach dem Backen noch weich – das ist normal. Lassen Sie sie 5 Minuten auf dem Blech abkühlen, dann heben Sie sie vorsichtig mit einem Spatel auf ein Kuchengitter.
- Abkühlen und bestäuben (15 Minuten): Lassen Sie die Plätzchen vollständig auf dem Gitter abkühlen – das dauert etwa 15-20 Minuten. Erst dann bestäuben Sie sie mit Puderzucker. Wenn Sie die Plätzchen zu früh bestäuben, schmilzt der Puderzucker und wird klebrig. Und jetzt kommt der schönste Moment: Der Puderzucker rieselt durch das Sternfenster auf die Sanddornmarmelade – ein kleiner Winterzauber auf jedem Plätzchen!
Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Backen Sie die Plätzchen nicht zu dunkel. Sie werden beim Abkühlen noch etwas fester. Wenn Sie sie zu lange backen, werden sie trocken und bröselig. Lieber eine Minute zu früh rausnehmen als eine Minute zu spät.
Backtipps und Techniken für perfekte Linzer Plätzchen
Ich habe in den letzten Jahren viele Fehler gemacht, damit Sie sie nicht machen müssen. Hier sind meine besten Tipps für diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster:
Der Teig muss kalt bleiben. Das ist der wichtigste Tipp überhaupt. Wenn der Teig warm wird, wird er klebrig und lässt sich nicht mehr gut ausrollen. Arbeiten Sie deshalb schnell und legen Sie den Teig zwischendurch immer wieder für 10 Minuten in den Kühlschrank. Ich rolle immer nur eine Portion auf einmal aus und lasse den Rest im Kühlschrank.
Nicht zu viel Mehl beim Ausrollen. Ja, der Teig klebt – aber zu viel Mehl macht ihn trocken. Mein Trick: Rollen Sie den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie aus. Dann klebt nichts, und Sie brauchen kein zusätzliches Mehl. Oder Sie bestäuben die Arbeitsfläche ganz leicht mit Puderzucker statt mit Mehl – das gibt einen feineren Geschmack.
Die Marmelade richtig dosieren. Zu viel Marmelade läuft beim Backen aus und verbrennt auf dem Blech. Zu wenig Marmelade reicht nicht, um das Fenster zu halten. Ein halber Teelöffel ist perfekt. Und wenn die Marmelade zu flüssig ist, kochen Sie sie kurz mit einem Teelöffel Speisestärke ein – dann wird sie fester und läuft nicht aus.
Das Sternfenster sauber ausstechen. Wenn der Teig beim Ausstechen des Sterns reißt, ist er entweder zu warm oder zu dünn ausgerollt. Legen Sie den Teig dann für 5 Minuten in den Kühlschrank. Und tauchen Sie den Ausstecher zwischendurch in Mehl – dann klebt der Teig nicht.
Gleichmäßige Größe. Damit alle Plätzchen gleichmäßig backen, sollten sie etwa gleich groß sein. Ich wiege den Teig manchmal sogar ab – 20 Gramm pro Plätzchen sind perfekt. Aber das ist natürlich pingelig. Einfach darauf achten, dass die Plätzchen auf einem Blech ähnlich groß sind.
Nicht zu dicht setzen. Die Plätzchen gehen beim Backen etwas auseinander. Lassen Sie etwa 2 cm Abstand zwischen den Plätzchen auf dem Blech. Sonst kleben sie nach dem Backen zusammen.
Und noch ein persönlicher Fail aus meiner Küche: Beim ersten Mal habe ich die Marmelade auf die falsche Seite gegeben – auf das Fenster-Plätzchen statt auf den Boden. Das Ergebnis war eine klebrige Sauerei und die Fenster waren zugewachsen. Also: Marmelade immer auf den Boden, nicht auf das Fenster!
Variationen und Anpassungen
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es sich wunderbar anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
Glutenfreie Variante: Ersetzen Sie das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (ich empfehle die von Schär oder Bauckhof). Die Mandeln sind ja schon glutenfrei. Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit einem Teelöffel mehr Butter wird er geschmeidiger. Backen Sie die Plätzchen eine Minute länger, da glutenfreier Teig oft etwas länger braucht.
Vegane Linzer Plätzchen: Das Ei können Sie durch einen Esslöffel gemahlene Leinsamen ersetzen, die Sie mit drei Esslöffeln Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen. Die Butter ersetzen Sie durch vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt, wie die von Alsan). Der Teig wird etwas fester, also rollen Sie ihn etwas dünner aus.
Andere Marmeladensorten: Sanddorn ist mein Favorit, aber auch Preiselbeere, Hagebutte oder eine Mischung aus Sanddorn und Orange sind fantastisch. Oder probieren Sie eine fruchtige Himbeermarmelade mit etwas Zitronensaft – das gibt eine ähnliche Säure wie Sanddorn. Im Sommer habe ich sogar frische Erdbeeren püriert und mit etwas Gelierzucker eingekocht – himmlisch!
Gewürzvariante: Geben Sie einen Teelöffel Lebkuchengewürz oder Zimt in den Teig. Das passt wunderbar zur Weihnachtszeit und harmoniert mit dem Sanddorn. Oder etwas Kardamom – das gibt eine orientalische Note.
Schokoladen-Linzer: Ersetzen Sie 30 g Mehl durch 30 g ungesüßtes Kakaopulver. Dann haben Sie Schokoladen-Linzer mit Sanddorn – eine ungewöhnliche, aber köstliche Kombination. Die Säure des Sanddorns bricht die Süße der Schokolade perfekt.
Fensterformen variieren: Statt Sternen können Sie auch Herzen, Monde oder Tannenbäume ausstechen. Oder Sie machen ganz kleine Fenster mit einem runden Ausstecher. Jede Form sieht anders aus und macht die Plätzchen zu Unikaten.
Ich persönlich liebe die Variante mit einem Hauch Zimt im Teig und einer Mischung aus Sanddorn und Preiselbeere – das schmeckt nach genau dem Winter, den ich als Kind geliebt habe.
Servieren und Aufbewahren
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Die Marmelade verbindet sich dann mit dem Teig, und die Aromen werden intensiver. Aber ehrlich gesagt: Ich habe noch nie erlebt, dass sie länger als zwei Tage überlebt haben.
Servieren: Servieren Sie die Plätzchen auf einem schönen Teller oder in einer Keksdose. Sie sind der Star auf jedem Weihnachtsteller. Dazu passt ein Glas Glühwein, eine Tasse Tee oder ein Milchkaffee. Die Plätzchen schmecken bei Zimmertemperatur am besten – nicht zu kalt, sonst wird der Teig hart.
Aufbewahren: Bewahren Sie die Plätzchen in einer luftdichten Keksdose auf. Zwischen die Lagen können Sie etwas Backpapier legen, damit die Puderzuckerschicht nicht verwischt. So halten sie sich etwa zwei Wochen – wenn Sie sie nicht vorher aufgegessen haben. Wichtig: Die Dose nicht in die Sonne oder neben die Heizung stellen, sonst wird die Marmelade flüssig.
Einfrieren: Sie können die Plätzchen auch einfrieren. Legen Sie sie dazu in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose und frieren Sie sie bis zu drei Monate ein. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter legen – das dauert etwa eine Stunde. Bestäuben Sie sie erst nach dem Auftauen mit Puderzucker, sonst wird er feucht.
Verschenken: Diese Plätzchen sind ein wunderbares Geschenk aus der Küche. Füllen Sie sie in eine hübsche Dose oder ein Glas und binden Sie eine Schleife drum. Ein selbst gebackenes Etikett mit dem Rezept dazu – und schon haben Sie ein persönliches Geschenk, das von Herzen kommt.
Ein Tipp zur Aufbewahrung: Wenn die Plätzchen nach einigen Tagen etwas weich werden, legen Sie ein Stück Apfel oder eine Scheibe Brot für einen Tag in die Dose. Das gibt Feuchtigkeit ab und macht die Plätzchen wieder zart. Aber Vorsicht: Nicht zu lange, sonst werden sie matschig.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Ich will nicht so tun, als wären diese Plätzchen ein Gesundheitsfood – sie sind und bleiben ein Genuss. Aber sie sind leichter als viele andere Weihnachtsplätzchen, und das hat gute Gründe.
Geschätzte Nährwerte pro Plätzchen (bei 25 Stück):
- Kalorien: ca. 95 kcal
- Fett: 5,5 g (davon gesättigt: 2,5 g)
- Kohlenhydrate: 10 g (davon Zucker: 4 g)
- Ballaststoffe: 1 g
- Eiweiß: 2 g
Warum diese Plätzchen eine gute Wahl sind: Die Mandeln liefern gesunde Fette, Vitamin E und Magnesium. Sie machen satt und geben Energie – perfekt für einen Nachmittag im Advent. Der Sanddorn ist ein echtes Superfood: Er enthält mehr Vitamin C als eine Orange, dazu Vitamin A, B-Vitamine und Antioxidantien. Die Säure regt die Verdauung an und macht die Plätzchen leichter verdaulich. Und weil ich den Zucker reduziert habe, haben Sie weniger Heißhunger nach dem Genuss.
Allergene: Die Plätzchen enthalten Gluten (im Mehl), Milch (in der Butter), Eier und Nüsse (Mandeln). Für Allergiker: Die vegane und glutenfreie Variante oben im Text ist eine gute Alternative. Achten Sie bei der Marmelade auf die Zutatenliste – manche Sanddornmarmeladen enthalten zusätzlichen Zucker oder Gelatine.
Ich persönlich finde: Ein oder zwei dieser Plätzchen am Tag sind ein kleiner, bewusster Genuss, der zur Weihnachtszeit einfach dazugehört. Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben – genießen Sie sie mit Freude.
Fazit – Warum Sie diese Plätzchen backen sollten
Ich habe in diesem Jahr viele Plätzchenrezepte ausprobiert – von klassischen Vanillekipferln bis zu ausgefallenen Macarons. Aber diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster haben mich am meisten überrascht. Sie sind nicht nur einfacher zu backen als traditionelle Linzer, sie schmecken auch frischer, leichter und irgendwie moderner. Der Sanddorn bringt eine sonnige Note in die dunkle Jahreszeit, und das offene Sternfenster macht sie zu kleinen Kunstwerken.
Was ich an diesem Rezept am meisten liebe, ist die Geschichte dahinter. Dass meine Nichte mit ihrer simplen Frage alles verändert hat. Dass ich lernen musste, meine eingefahrenen Methoden zu hinterfragen. Und dass am Ende etwas Neues, Schönes und Köstliches dabei herausgekommen ist. Vielleicht haben Sie ja auch eine kleine Inspiration, die Sie bisher ignoriert haben? Vielleicht ist es Zeit, sie auszuprobieren.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie dieses Rezept ausprobieren. Lassen Sie mich wissen, wie es Ihnen gelungen ist! Hinterlassen Sie einen Kommentar unten – haben Sie die Marmelade ausgetauscht? Haben Sie eine andere Fensterform verwendet? Ich bin gespannt auf Ihre Kreationen. Und wenn Ihnen das Rezept gefällt, teilen Sie es mit Ihren Freunden und Ihrer Familie. Weihnachten ist die Zeit des Teilens – und diese Plätzchen sind dafür wie gemacht.
In diesem Sinne: Frohes Backen und eine wundervolle, leichte Weihnachtszeit!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, absolut! Der Teig lässt sich wunderbar vorbereiten. Wickeln Sie ihn gut in Frischhaltefolie und lagern Sie ihn über Nacht im Kühlschrank. Lassen Sie ihn vor dem Ausrollen etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er nicht zu hart ist. Der Teig hält sich im Kühlschrank sogar bis zu drei Tage.
Meine Marmelade läuft beim Backen aus – was mache ich falsch?
Das passiert, wenn die Marmelade zu flüssig ist oder Sie zu viel davon genommen haben. Kochen Sie die Marmelade kurz mit einem Teelöffel Speisestärke ein, bis sie eindickt. Oder verwenden Sie eine Konfitüre mit extra viel Fruchtanteil – die ist von Natur aus fester. Und denken Sie daran: Ein halber Teelöffel pro Plätzchen reicht völlig.
Kann ich auch andere Nüsse statt Mandeln verwenden?
Ja, gemahlene Haselnüsse sind eine tolle Alternative. Sie schmecken etwas kräftiger und geben den Plätzchen eine andere Note. Auch Walnüsse oder Pekannüsse sind möglich – dann den Teig aber etwas fester kneten, da diese Nüsse mehr Öl enthalten. Für eine nussfreie Variante können Sie feine Haferflocken im Mixer zu Mehl mahlen.
Warum werden meine Plätzchen hart?
Das kann zwei Gründe haben: Entweder Sie haben sie zu lange gebacken, oder der Teig hatte zu wenig Fett. Achten Sie darauf, die Plätzchen nur hell zu backen – sie werden beim Abkühlen noch fester. Und messen Sie die Butter genau ab: 120 g sind ideal. Wenn der Teig trocken wirkt, geben Sie einen Esslöffel kaltes Wasser dazu.
Kann ich die Plätzchen auch ohne Sternfenster backen?
Klar! Dann haben Sie einfach klassische Linzer Plätzchen mit einem Boden und einem Deckel. Stechen Sie den Deckel wie gewohnt aus (ohne Fenster) und legen Sie ihn auf die Marmelade. Aber ehrlich gesagt: Das offene Fenster ist nicht nur hübscher, es macht die Plätzchen auch leichter und knuspriger. Probieren Sie es aus – ich glaube, Sie werden den Unterschied merken.
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Leichte Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster
Diese leichten Linzer Plätzchen mit Sanddorn-Sternfenster sind butterzart, erfrischend säuerlich und einfacher zuzubereiten als traditionelle Linzer. Das offene Sternfenster macht sie nicht nur hübscher, sondern verhindert auch lästiges Verrutschen der Deckel.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 25-30 Plätzchen 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405, ca. 2 Tassen)
- 100 g gemahlene Mandeln (blanchiert, ca. 1 Tasse)
- 120 g kalte Butter (in kleinen Würfeln, ca. 1/2 Tasse)
- 80 g Puderzucker (ca. 2/3 Tasse)
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1/2 TL Backpulver
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone (optional)
- 150 g Sanddornmarmelade (ca. 1/2 Tasse + 2 EL)
- Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Mehl, gemahlene Mandeln, Puderzucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Kalte Butterwürfel dazugeben und mit dem Handrührer auf niedriger Stufe zu einer krümeligen Masse verarbeiten (ca. 2-3 Minuten).
- Ei, Vanilleextrakt und Zitronenabrieb dazugeben und auf mittlerer Stufe zu einem glatten Teig kneten. Nicht zu lange kneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und flach drücken.
- Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen (besser 1 Stunde).
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche (oder zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie) ca. 5-6 mm dick ausrollen.
- Mit rundem Ausstecher (ca. 5-6 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Hälfte der Kreise auf ein Blech legen (Böden). Bei der anderen Hälfte mit kleinem Sternausstecher (ca. 2-3 cm) ein Fenster ausstechen. Kleine Sterne aufheben.
- Einen halben Teelöffel Sanddornmarmelade in die Mitte jedes Bodens geben. Fenster-Plätzchen vorsichtig auf die Marmelade legen, nicht festdrücken. Sternfenster frei lassen.
- Plätzchen auf mittlerer Schiene 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter heben.
- Vollständig abkühlen lassen (ca. 15-20 Minuten), dann mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Der Teig muss kalt bleiben – bei Bedarf zwischendurch kühlen. Marmelade immer auf den Boden geben, nicht auf das Fenster. Plätzchen nicht zu dunkel backen, sie werden beim Abkühlen fester. Für eine glutenfreie Variante Weizenmehl durch glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Für vegane Variante Ei durch Leinsamen-Ei und Butter durch vegane Margarine ersetzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 95
- Sugar: 4
- Sodium: 1
- Fat: 55
- Saturated Fat: 25
- Carbohydrates: 10
- Fiber: 1
- Protein: 2
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