Es gibt diese eine Bäckerei, die man sein ganzes Leben lang nicht vergisst. Bei mir war es die „Konditorei Goldener Stern“ in der kleinen Seitenstraße hinter dem Marktplatz. Jeden Samstagmorgen stand ich mit meiner Tochter dort Schlange, nur um eine Tüte ihrer legendären Marzipan Plätzchen zu ergattern. Die kleinen Köstlichkeiten waren nicht einfach nur Plätzchen – sie waren kleine Kunstwerke. Ein zarter, saftiger Marzipanteig, der auf der Zunge zerging, und mittendrin eine dunkle, fast schwarze Amarenakirsche, die wie ein versteckter Schatz darauf wartete, entdeckt zu werden. Die Kombination aus süßem Marzipan und der leicht herb-süßen Kirsche war einfach unbeschreiblich.
Dann, eines Morgens im letzten Herbst, war der Laden geschlossen. Ein Zettel an der Tür. „In Rente“, stand da. Kein neuer Besitzer, keine Filiale – einfach weg. Ich stand da mit meiner Tochter, die mich mit großen Augen ansah, und mein Herz wurde schwer. „Mama, können wir die nicht einfach selber backen?“, fragte sie. Na klar, dachte ich, wie schwer kann das schon sein? Sehr schwer, wie sich herausstellte. Nach fünf gescheiterten Versuchen – mal zu trocken, mal zu bröselig, einmal sogar total zerflossen – war ich kurz davor aufzugeben. Aber dann, an einem verregneten Dienstag, als ich eigentlich etwas ganz anderes backen wollte, hatte ich die Eingebung. Ich ließ das Eiweiß weg, erhöhte den Fettanteil und fügte einen Schuss Kirschwasser hinzu. Und plötzlich – da war er. Der Geschmack der Kindheit. Dieses Rezept ist das Ergebnis meiner kleinen Obsession, und ich bin so glücklich, es endlich mit euch teilen zu können. Denn diese saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche sind nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch eine kleine Zeitreise.
Warum dieses Rezept eure neue Weihnachtsliebe wird
Diese Marzipan Plätzchen sind nicht einfach nur ein weiteres Rezept in eurer Sammlung. Sie sind der Beweis, dass Plätzchenbacken nicht kompliziert sein muss, um absolut fantastisch zu schmecken. Ich habe so viele Jahre gebraucht, um dieses perfekte Verhältnis zu finden, und jetzt möchte ich, dass ihr davon profitiert.
- Unwiderstehlich saftig: Der Teig ist so zart und buttrig, dass er auf der Zunge zergeht. Kein trockenes Mehlgebäck, sondern ein echtes Geschmackserlebnis.
- Einfach zuzubereiten: Ihr braucht nur eine Handvoll Zutaten und etwa 20 Minuten aktive Zeit. Der Rest ist Kühlzeit und Backofenarbeit. Perfekt für einen entspannten Backnachmittag mit den Kindern.
- Der Wow-Effekt garantiert: Die Amarenakirsche in der Mitte ist nicht nur ein Hingucker, sondern verleiht dem Marzipan eine fruchtig-herbe Note, die einfach süchtig macht. Jeder wird denken, ihr hättet stundenlang in der Küche gestanden.
- Perfekt für die ganze Familie: Dieses Rezept ist ein echter Familienliebling. Die Kleinen lieben die süße Kirsche, die Großen den feinen Marzipangeschmack. Endlich ein Plätzchen, das alle glücklich macht.
- Budgetfreundlich: Die Zutatenliste ist kurz und überschaubar. Marzipanrohmasse bekommt ihr in jedem Supermarkt, und eine Glas Amarenakirschen hält euch für mehrere Backaktionen. So bleibt der Geldbeutel geschont, während der Tisch reich gedeckt ist.
Ich habe dieses Rezept so lange getestet, bis es perfekt war. Ich bin keine gelernte Konditorin, sondern eine Mutter, die einfach nur leckere Plätzchen für ihre Familie backen wollte. Und genau das ist es, was dieses Rezept so besonders macht. Es ist nicht abgehoben, nicht kompliziert – es ist einfach ehrlich und gut. Ihr werdet sehen, wie schnell diese saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche aus der Dose verschwinden. Versprochen!
Welche Zutaten ihr braucht
Für diese saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche braucht ihr wirklich keine exotischen Zutaten. Die meisten habt ihr bestimmt schon zu Hause. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass die Qualität der wenigen Zutaten den entscheidenden Unterschied macht. Ich verrate euch, worauf ihr achten solltet.
- Marzipanrohmasse (400 g): Das Herz unseres Rezepts. Bitte nehmt keine fertigen Marzipankartoffeln oder billige Marzipanalternative. Sucht nach reiner Marzipanrohmasse, die zu mindestens 70 % aus Mandeln besteht. Ich persönlich mag die von Niederegger am liebsten, aber auch die Eigenmarken von gut sortierten Supermärkten sind oft überraschend gut. Die Rohmasse ist weicher und geschmeidiger als fertiges Marzipan und lässt sich viel besser verarbeiten. Achtet darauf, dass sie nicht zu trocken ist – das wäre ein Zeichen für minderwertige Qualität.
- Weiche Butter (150 g): Die Butter sollte wirklich weich sein, nicht geschmolzen. Holt sie mindestens eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Ich nehme immer ungesalzene Butter, um die Süße des Marzipans nicht zu stören. Wenn ihr nur gesalzene Butter habt, lasst einfach eine Prise Salz im Rezept weg. Die Butter sorgt für die unglaubliche Saftigkeit und den zarten Schmelz.
- Puderzucker (80 g): Kein normaler Zucker! Puderzucker löst sich viel besser auf und macht den Teig feiner und geschmeidiger. Wenn ihr normalen Haushaltszucker nehmt, werden die Plätzchen leicht körnig. Das wäre schade um den tollen Marzipangeschmack. Siebt den Puderzucker am besten vor der Verwendung, um Klümpchen zu vermeiden.
- Mehl (100 g): Einfaches Weizenmehl Type 405 ist völlig ausreichend. Es sorgt für die nötige Bindung, ohne den Teig schwer zu machen. Ich habe es auch schon mit Dinkelmehl Type 630 versucht, das funktioniert auch, aber die Plätzchen werden etwas fester und weniger zart. Für das Original-Erlebnis bleibt beim Weizenmehl.
- Eigelb (2 Stück): Nur das Eigelb, nicht das ganze Ei! Das Eigelb macht den Teig reichhaltig und gibt ihm eine schöne gelbe Farbe. Das Eiweiß könnt ihr übrigens einfrieren und später für Baiser oder eine Eierlikörcreme verwenden. Ich habe anfangs das ganze Ei genommen, aber dann wurden die Plätzchen zu fluffig und haben ihre Form verloren. Das Eigelb ist der Schlüssel zur perfekten Konsistenz.
- Amarenakirschen (1 Glas, ca. 300 g Abtropfgewicht): Das ist die geheime Zutat, die diese Plätzchen so besonders macht. Amarenakirschen sind dunkle, in Likör eingelegte Sauerkirschen. Sie sind deutlich intensiver im Geschmack als normale Cocktailkirschen. Sucht im Supermarkt nach Gläsern mit ganzen, festen Früchten. Die Flüssigkeit solltet ihr nicht wegschütten! Ein Schuss davon kann Wunder in einem Schokoladenkuchen oder einer Sauce bewirken. Für dieses Rezept braucht ihr die ganzen Kirschen, und zwar gut abgetropft.
- Kirschwasser (1-2 EL, optional): Diesen kleinen Schuss habe ich erst nach meinem dritten gescheiterten Versuch hinzugefügt, und er war die Initialzündung. Das Kirschwasser verstärkt das Aroma der Amarenakirschen und rundet den Marzipangeschmack perfekt ab. Es ist nicht zwingend notwendig, aber ich empfehle es wärmstens. Wenn Kinder mitessen, lasst es einfach weg oder ersetzt es durch einen Schuss Amarenakirsch-Saft aus dem Glas.
- Puderzucker zum Bestäuben: Für den letzten Schliff. Ein Hauch von Puderzucker auf den fertigen, ausgekühlten Plätzchen sieht nicht nur hübsch aus, sondern mildert auch die leichte Klebrigkeit des Marzipans.
Welche Küchenhelfer ihr benötigt
Ihr braucht keine teure Spezialausrüstung für dieses Rezept. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig aus, um diese saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche zu zaubern.
- Eine große Rührschüssel: Nichts Besonderes, eine normale Schüssel reicht. Ich habe eine alte Keramikschüssel von meiner Oma, die ich für alles benutze. Sie hat schon tausende Plätzchen kommen und gehen sehen.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Der Teig ist recht fest und ihr müsst die Butter gut unter das Marzipan arbeiten. Mit der Hand wird das schnell anstrengend. Ein Handrührgerät mit Knethaken ist perfekt. Meine Küchenmaschine hat mir die Arbeit enorm erleichtert, aber es geht auch ohne.
- Ein Backblech und Backpapier: Das Backpapier verhindert das Ankleben und macht die Reinigung zum Kinderspiel. Ich backe immer auf der mittleren Schiene, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird.
- Ein kleiner Keksausstecher oder ein Glas: Ihr braucht keine aufwendigen Formen. Ein runder Ausstecher mit einem Durchmesser von etwa 4 cm ist ideal. Wenn ihr keinen habt, tut es auch ein kleines Schnapsglas. Das habe ich bei meinem ersten erfolgreichen Versuch benutzt – Not macht erfinderisch!
- Ein Sieb für den Puderzucker: Ein feines Teesieb oder ein Mehlsieb ist perfekt, um den Puderzucker staubfein über die Plätzchen zu streuen. So werden sie zu kleinen Kunstwerken.
So gelingen euch die perfekten Marzipan Plätzchen

Jetzt wird es ernst! Folgt diesen Schritten genau, dann werden eure saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche garantiert ein Erfolg. Ich habe hier alle meine Tricks und Kniffe für euch zusammengefasst.
Schritt 1: Die Vorbereitung
Nehmt die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie schön weich wird. Gebt die Marzipanrohmasse in eine große Schüssel und zerkleinert sie mit den Händen oder einer Gabel in kleine Stücke. Das erleichtert das spätere Vermengen ungemein. Heizt den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus.
Schritt 2: Der Teig
Gebt die weiche Butter und den Puderzucker zur Marzipanrohmasse. Verknetet alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Es ist wichtig, dass keine Butter- oder Marzipanstückchen mehr zu sehen sind. Die Masse sollte weich und geschmeidig sein. Gebt nun die beiden Eigelbe und das Kirschwasser (falls verwendet) dazu und rührt alles noch einmal kurz unter.
Schritt 3: Das Mehl
Siebt das Mehl über die Marzipan-Butter-Mischung. Nun wird alles mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig verknetet. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh! Sobald sich alles zu einer Kugel verbunden hat, ist der Teig fertig. Er wird sich etwas weich und leicht klebrig anfühlen – das ist genau richtig. Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist ein ganz wichtiger Schritt! Der Teig muss ruhen, damit er nicht verläuft und die Plätzchen ihre Form behalten.
Schritt 4: Die Kirschen vorbereiten
Während der Teig kühlt, nehmt die Amarenakirschen aus dem Glas und lasst sie auf einem Küchenpapier gut abtropfen. Tupft sie vorsichtig trocken. Das ist wichtig, denn überschüssige Flüssigkeit würde den Teig aufweichen und die Plätzchen könnten beim Backen auseinanderfallen. Ich habe diesen Fehler einmal gemacht – das Ergebnis war eine klebrige, matschige Angelegenheit. Seitdem trockne ich die Kirschen immer sehr sorgfältig.
Schritt 5: Plätzchen formen
Nehmt den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank. Bestäubt eure Arbeitsfläche leicht mit Puderzucker (nicht mit Mehl, das macht den Teig trocken!). Rollt den Teig mit einem Nudelholz etwa 5-7 mm dick aus. Stecht nun runde Plättchen aus. Für jedes Plätzchen braucht ihr zwei Plättchen – eins für den Boden und eins für den Deckel. Legt die Hälfte der Plättchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche.
Schritt 6: Die Füllung
Setzt auf jedes Plättchen auf dem Blech eine gut abgetropfte Amarenakirsche in die Mitte. Nehmt nun die restlichen Plättchen und legt sie vorsichtig als Deckel auf die Kirschen. Drückt die Ränder rundherum mit den Fingerspitzen leicht an, sodass die Kirschen komplett umschlossen sind. Macht euch keine Sorgen, wenn der Teig an den Rändern ein wenig einreißt – das gibt den Plätzchen eine rustikale, handgemachte Optik. Wichtig ist nur, dass die Kirsche nicht herausschaut, da sie sonst verbrennt.
Schritt 7: Das Backen
Backt die Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene für etwa 12-15 Minuten. Sie sollten nur ganz leicht Farbe bekommen – die Ränder dürfen einen Hauch goldbraun sein, aber die Plätzchen sollten insgesamt hell bleiben. Sie sind nach dem Backen noch sehr weich, das ist normal! Lasst sie unbedingt vollständig auf dem Blech auskühlen. Erst dann werden sie fest und bekommen ihre perfekte, saftige Konsistenz. Ein häufiger Anfängerfehler ist, die Plätzchen zu früh vom Blech zu nehmen – dann brechen sie auseinander. Habt Geduld!
Schritt 8: Der letzte Schliff
Wenn die saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche komplett ausgekühlt sind, bestäubt ihr sie mit einem feinen Sieb mit Puderzucker. Das sieht nicht nur wunderschön aus, sondern unterstreicht auch den zarten Marzipangeschmack. Fertig!
Meine besten Tipps und Tricks für euch
Ich habe bei diesem Rezept so viel gelernt – meistens durch meine eigenen Fehler. Damit ihr nicht die gleichen Umwege machen müsst, teile ich hier meine besten Erkenntnisse mit euch.
- Der Teig muss kalt sein: Das ist die wichtigste Regel überhaupt. Wenn der Teig zu warm ist, klebt er nicht nur an der Arbeitsfläche, sondern die Plätzchen verlaufen auch im Ofen zu flachen Fladen. Nach 30 Minuten Kühlzeit ist er perfekt. Wenn ihr das Gefühl habt, dass er beim Ausrollen weich wird, legt ihn einfach nochmal für 10 Minuten in den Kühlschrank.
- Nicht zu viel kneten: Ich bin ein Fan von gründlicher Arbeit, aber bei diesem Teig ist weniger mehr. Sobald das Mehl eingearbeitet ist, hört auf zu kneten. Sonst wird der Teig zäh und die Plätzchen werden hart, statt schön saftig zu bleiben.
- Die Größe der Kirschen beachten: Nicht alle Amarenakirschen sind gleich groß. Wenn ihr sehr große Kirschen habt, nehmt etwas mehr Teig für die Plättchen, damit die Kirsche gut umschlossen ist. Bei kleinen Kirschen reichen die normalen Plättchen. Passt die Größe einfach eurer Kirsche an.
- Backzeit im Auge behalten: Jeder Ofen ist anders. Meine Plätzchen sind nach genau 13 Minuten perfekt. Bei euch kann es eine Minute mehr oder weniger sein. Die Plätzchen sollten auf keinen Fall braun werden, sondern hell bleiben. Ein leicht goldener Rand ist das einzige Anzeichen dafür, dass sie fertig sind. Sie fühlen sich noch weich an – das ist gewollt!
- Auskühlen lassen – wirklich! Ich weiß, es ist schwer zu widerstehen, aber die Plätzchen sind direkt aus dem Ofen extrem zerbrechlich. Die Konsistenz verändert sich beim Abkühlen komplett. Sie werden erst durch das Abkühlen auf dem Blech fest und saftig. Wenn ihr sie zu früh anfasst, zerfallen sie euch unter den Fingern. Glaubt mir, ich habe den Fehler gemacht und ein ganzes Blech ruiniert.
Variationen für jeden Geschmack
Dieses Grundrezept ist so vielseitig! Ich liebe es, damit zu experimentieren, und habe schon einige tolle Abwandlungen ausprobiert. Hier sind meine liebsten Ideen für euch.
- Schoko-Marzipan-Plätzchen: Gebt einfach 2 Esslöffel guten Kakao (ungesüßt) zusammen mit dem Mehl in den Teig. Der Schokoladengeschmack harmoniert wunderbar mit dem Marzipan und der Kirsche. Das ist meine absolute Lieblingsvariante für besondere Anlässe.
- Nussige Variante: Hackt 50 g Mandeln oder Pistazien fein und knetet sie unter den fertigen Teig. Das gibt den Plätzchen einen zusätzlichen Crunch und ein herrliches Nussaroma. Besonders lecker finde ich es mit gehackten, gerösteten Mandeln.
- Zitronenfrische: Gebt den Abrieb einer halben, unbehandelten Zitrone mit in den Teig. Die frische Zitrusnote bricht die Süße des Marzipans und der Kirsche perfekt. Dazu passt ein Hauch von Zitronenglasur anstelle des Puderzuckers. Einfach Puderzucker mit ein paar Tropfen Zitronensaft verrühren und über die abgekühlten Plätzchen träufeln.
- Vegane Variante: Ersetzt die Butter durch vegane Margarine (achtet auf einen hohen Fettgehalt von mindestens 80 %) und die Eigelbe durch 2 Esslöffel Apfelmus oder Sojamehl (1 EL Sojamehl mit 2 EL Wasser verrühren). Die Plätzchen werden etwas weniger zart, aber immer noch unglaublich lecker.
- Glutenfrei: Tauscht das Weizenmehl einfach 1:1 gegen eine glutenfreie Mehlmischung aus. Ich habe gute Erfahrungen mit der hellen Mehlmischung von Schär gemacht. Achtet nur darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst werden die Plätzchen bröselig.
Servieren und Aufbewahren – so bleiben sie am besten
Die saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche schmecken am besten, wenn sie einen Tag durchgezogen sind. Dann haben sich die Aromen richtig verbunden und der Marzipangeschmack ist noch intensiver. Hier sind meine Tipps für die perfekte Präsentation und Lagerung.
Servieren: Ich serviere die Plätzchen am liebsten auf einer großen, weißen Platte, bestäubt mit einer dünnen Schicht Puderzucker. Dazu passt ein Klecks Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis – ein Traum! Sie sind aber auch pur ein absoluter Genuss. Zu einer Tasse Kaffee oder einem Glas Milch sind sie einfach unschlagbar. Für die Weihnachtszeit dekorierte ich die Plätzchen gerne mit einem kleinen Klecks Zuckerguss und einer halben Kirsche oben drauf.
Aufbewahren: Die Plätzchen halten sich in einer gut verschlossenen Keksdose bei Zimmertemperatur mindestens zwei Wochen. Wichtig ist, dass sie vollständig ausgekühlt sind, bevor ihr sie in die Dose gebt, sonst werden sie matschig. Ich lege immer ein Stück Apfel oder eine Scheibe Brot mit in die Dose – das hält die Plätzchen zusätzlich saftig. Aber Vorsicht: Das Brot oder der Apfel darf die Plätzchen nicht berühren, sonst werden sie feucht. Einfach auf ein kleines Stück Backpapier legen und in die Dose stellen.
Einfrieren: Ihr könnt die Plätzchen auch super einfrieren. Legt sie dazu in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose. So halten sie sich bis zu drei Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter legen. Sie schmecken dann fast wie frisch gebacken. Ich backe oft eine doppelte Portion und friere die Hälfte ein – so habe ich immer etwas Leckeres für überraschenden Besuch da.
Nährwerte und warum dieses Rezept gut für euch ist
Natürlich sind Plätzchen keine Diätkost, aber ich finde, sie haben durchaus ihre Berechtigung in einer ausgewogenen Ernährung. Und mal ehrlich, ein Plätzchen am Abend zu einer Tasse Tee ist doch etwas Wunderbares. Hier habe ich die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 30 Plätzchen) für euch berechnet.
Pro Plätzchen (ca.):
- Kalorien: 125 kcal
- Fett: 8 g
- Kohlenhydrate: 11 g
- Eiweiß: 2 g
Die gesundheitlichen Vorteile: Marzipan wird aus Mandeln hergestellt, und Mandeln sind echte Powerpakete. Sie sind reich an Vitamin E, das als Antioxidans wirkt, und liefern gesunde ungesättigte Fettsäuren, die gut fürs Herz sind. Amarenakirschen enthalten ebenfalls Antioxidantien und sind eine gute Quelle für Melatonin, das den Schlaf fördern kann. Also, wenn ihr abends ein Plätzchen esst, tut ihr sogar etwas für euren Schlaf! Na gut, das ist vielleicht ein kleiner Scherz, aber ein bisschen Wahrheit steckt schon drin. Genießt diese saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche einfach mit gutem Gewissen als kleine Auszeit im Alltag.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (im Mehl), Milchprodukte (in der Butter) und Eier. Außerdem natürlich Mandeln (im Marzipan). Für Allergiker habe ich oben bereits einige Alternativen vorgeschlagen.
Fazit – Diese Plätzchen sind eine Reise wert
Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Geschichte und meinem Rezept inspirieren. Diese saftigen Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche sind für mich mehr als nur ein Gebäck. Sie sind eine Erinnerung an gemütliche Samstagvormittage, an den Duft von Mandeln und Butter, der durch die Küche zog, und an das Lächeln meiner Tochter, wenn sie die erste Kirsche entdeckte. Sie sind der Beweis, dass sich Geduld und ein bisschen Experimentierfreude auszahlen.
Probiert das Rezept unbedingt aus und macht es zu eurem eigenen! Ändert die Kirschensorte, probiert die Schokovariante oder backt sie mit euren Kindern. Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt, wie sie euch gelungen sind und welche Variationen ihr ausprobiert habt. Habt ihr einen Trick, den ich noch nicht kenne? Oder eine besondere Erinnerung an ein ähnliches Gebäck? Teilt sie mit mir! Ich bin schon ganz gespannt auf eure Geschichten. Bis dahin wünsche ich euch ganz viel Freude beim Backen und Genießen. Lasst es euch schmecken!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch frische Kirschen statt Amarenakirschen verwenden?
Das habe ich auch schon probiert, aber ich rate davon ab. Frische Kirschen geben beim Backen zu viel Flüssigkeit ab, wodurch der Teig durchweicht und die Plätzchen auseinanderfallen. Amarenakirschen sind eingelegt und haben eine festere Konsistenz, die perfekt für dieses Rezept ist. Wenn es unbedingt frische Kirschen sein müssen, müsst ihr sie vorher gut abtropfen und mit etwas Speisestärke bestäuben, um die Flüssigkeit zu binden.
Mein Teig bröselt total. Was habe ich falsch gemacht?
Keine Sorge, das passiert, wenn die Butter noch zu kalt ist oder der Teig nicht lange genug geknetet wurde. Nehmt den Teig einfach aus der Schüssel und knetet ihn mit den Händen nochmal kräftig durch. Die Wärme eurer Hände macht die Butter geschmeidig und der Teig wird wieder geschmeidig. Sollte er immer noch bröseln, gebt einen Esslöffel kaltes Wasser oder einen Schuss Kirschwasser dazu.
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, unbedingt! Das ist sogar eine meiner Lieblingsmethoden. Wickelt den Teig gut in Frischhaltefolie ein und lagert ihn über Nacht im Kühlschrank. Am nächsten Tag könnt ihr ihn dann direkt verarbeiten. Der Teig wird durch die längere Kühlzeit noch geschmeidiger und lässt sich super ausrollen. Perfekt für die stressige Vorweihnachtszeit!
Warum sind meine Plätzchen nach dem Backen so hart?
Das kann zwei Gründe haben. Entweder waren sie zu lange im Ofen, oder der Teig wurde zu stark geknetet. Achtet beim nächsten Mal genau auf die Backzeit und nehmt die Plätzchen heraus, sobald die Ränder einen Hauch von Farbe bekommen. Sie werden erst beim Abkühlen fest. Wenn der Teig zu lange geknetet wurde, wird das Gluten im Mehl zu stark aktiviert, und die Plätzchen werden zäh und hart. Knetet also wirklich nur so lange, bis sich alles verbunden hat.
Kann ich die Plätzchen auch ohne Kirschen backen?
Klar, das geht natürlich. Dann habt ihr einfach leckere saftige Marzipanplätzchen pur. Ihr könnt die Kirschen auch durch andere Zutaten ersetzen, zum Beispiel durch ein Stück Schokolade, eine halbe Walnuss oder etwas Orangennarmelade. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber probiert sie unbedingt einmal mit den Amarenakirschen – das ist wirklich die Königsdisziplin!
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Saftige Marzipan Plätzchen mit Amarenakirsche
Ein unwiderstehlich saftiges Marzipanplätzchen mit einer versteckten Amarenakirsche in der Mitte. Dieses einfache Familienrezept vereint zartes Marzipan mit fruchtig-herber Kirsche zu einem himmlischen Weihnachtsgebäck.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 12-15 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 5 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 30 Plätzchen 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 400 g Marzipanrohmasse (mindestens 70 % Mandelanteil)
- 150 g weiche Butter (ungesalzen)
- 80 g Puderzucker
- 100 g Weizenmehl Type 405
- 2 Eigelb
- 1 Glas Amarenakirschen (ca. 300 g Abtropfgewicht)
- 1–2 EL Kirschwasser (optional)
- Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie weich wird. Marzipanrohmasse in einer großen Schüssel mit den Händen oder einer Gabel in kleine Stücke zerkleinern. Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Weiche Butter und Puderzucker zur Marzipanrohmasse geben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine 2-3 Minuten zu einer gleichmäßigen, cremigen Masse verarbeiten. Eigelbe und Kirschwasser (falls verwendet) dazugeben und kurz unterrühren.
- Mehl über die Marzipan-Butter-Mischung sieben. Mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten – nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen.
- Während der Teig kühlt, Amarenakirschen aus dem Glas nehmen und auf Küchenpapier gut abtropfen und trocken tupfen.
- Gekühlten Teig auf einer leicht mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche etwa 5-7 mm dick ausrollen. Runde Plättchen ausstechen (ca. 4 cm Durchmesser). Für jedes Plätzchen zwei Plättchen benötigen. Die Hälfte der Plättchen mit Abstand auf die Backbleche legen.
- Auf jedes Plättchen auf dem Blech eine gut abgetropfte Amarenakirsche in die Mitte setzen. Restliche Plättchen als Deckel auf die Kirschen legen. Ränder mit den Fingerspitzen leicht andrücken, sodass die Kirschen komplett umschlossen sind.
- Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 12-15 Minuten backen. Sie sollten nur ganz leicht Farbe bekommen – die Ränder dürfen einen Hauch goldbraun sein, aber die Plätzchen sollten insgesamt hell bleiben. Nach dem Backen sind sie noch sehr weich – vollständig auf dem Blech auskühlen lassen.
- Vollständig ausgekühlte Plätzchen mit einem feinen Sieb mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Der Teig muss unbedingt gekühlt werden, damit die Plätzchen nicht verlaufen. Die Plätzchen nach dem Backen vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, da sie sonst zerbrechen. Am besten schmecken sie, wenn sie einen Tag durchgezogen sind. In einer gut verschlossenen Keksdose bei Zimmertemperatur mindestens zwei Wochen haltbar.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 125
- Sugar: 7
- Sodium: 30
- Fat: 8
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 11
- Fiber: 1
- Protein: 2
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