Lena machte gar nicht erst einen Aufhebens darum. Ich war an einem grauen Dienstag im November kurz bei ihr vorbeigeschneit, um mir eine Backform auszuleihen – meine war beim Umzug irgendwo verschollen. Und dann traf mich dieser Duft in ihrem Flur, noch bevor ich überhaupt die Tür ganz auf hatte. Rauchig, ein bisschen süß, irgendwie wärmend. Es roch nach genau dem, was man an so einem Tag braucht. Ich hab mich an der Küchentür festgehalten, ehrlich.
„Das ist nur Grünkohl”, sagte Lena achselzuckend und rührte in einem großen Topf. „Den Rest vom Wochenende. Muss weg.” Nur Grünkohl. Sie hatte Räuchertofu kleingeschnibbelt, Kartoffeln, Möhren – und alles zusammen köchelte da vor sich hin wie das selbstverständlichste Ding der Welt. Ich stand da mit meiner leeren Backform und hab wahrscheinlich ausgesehen wie ein Hund, der gerade einen Teller Wurst erspäht hat. Sie hat mir trotzdem eine Schale hingestellt.
Und genau dieser Moment – dieses beiläufige, nicht-auf-die-Show-bedachte Hinstellen einer Schale mit etwas, das eigentlich „nur” Resteessen war – hat sich bei mir eingebrannt. Der erste Löffel war eine kleine Offenbarung. Nicht zu schwer, nicht zu fettig, aber so sättigend und rund im Geschmack, dass ich danach eine ganze Woche lang immer wieder dran denken musste. Vielleicht kennt ihr das ja: wenn ein Gericht so richtig *anfühlt* wie eine warme Decke, aber ohne dieses klebrig-schwere Gefühl danach.
Ich hab sie dann natürlich nach dem Rezept gefragt. „Gibt’s nicht”, meinte sie. „Ich mach das immer nach Gefühl.” Na super. Also hab ich mich in meine Küche gestellt und so lange herumprobiert, bis ich genau diese Version hatte – die, die ich euch heute zeige. Sie ist leicht, richtig herzhaft und tut einfach gut. Und das Beste? Sie schmeckt am nächsten Tag noch besser, aber dazu später mehr.
Warum ihr diesen Grünkohl-Eintopf lieben werdet
Dieser Eintopf ist nicht nur „irgendein” Grünkohl. Er ist der Beweis, dass gesundes Essen nicht nach Verzicht schmecken muss. Ich hab ihn jetzt bestimmt schon zwanzig Mal gekocht, für mich allein und für Freunde, und er funktioniert einfach immer.
- Schnell & einfach: In unter einer Stunde steht das Essen auf dem Tisch. Perfekt für stressige Wochentage, an denen man trotzdem etwas Gutes will.
- Zutaten aus dem Vorrat: Keine exotischen Sachen, die man extra kaufen muss. Grünkohl (TK geht prima), Räuchertofu, Kartoffeln, Möhren – das habt ihr wahrscheinlich sogar jetzt im Haus.
- Ideal für Meal Prep: Der Eintopf lässt sich super vorbereiten und schmeckt aufgewärmt fast noch besser. Ein Segen für alle, die unter der Woche wenig Zeit haben.
- Kommt bei jedem an: Selbst eingefleischte Fleischfans waren bei mir überrascht, wie herzhaft und sättigend dieser Eintopf ohne Fleisch ist. Der Räuchertofu macht echt den Unterschied.
- Wohltuend ohne schwer zu sein: Das ist für mich der Hauptgrund. Er wärmt von innen, macht satt, aber man fühlt sich danach nicht so schwer und träge. Genau das Richtige, wenn man sich nach etwas Gutem sehnt, aber trotzdem leicht bleiben will.
Was diesen Eintopf von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus dem rauchigen Tofu und der leicht süßlichen Note der Möhren, die den typisch herben Grünkohl perfekt ausbalanciert. Und ein kleiner Trick mit einem Schuss Zitrone ganz am Ende – der hebt alles nochmal auf ein neues Level. Versprochen.
Zutaten, die ihr braucht
Dieser Eintopf lebt von einfachen, aber gut gewählten Zutaten. Ich setze auf frische Aromen und einen cleveren Umgang mit dem, was die Vorratskammer hergibt. Hier kommt die Liste für etwa vier großzügige Portionen.
Für den Eintopf
- 1 Zwiebel, mittelgroß (würfeln – sie bildet die aromatische Basis)
- 2 Knoblauchzehen (fein hacken oder pressen)
- 300 g Räuchertofu (ich nehme am liebsten den von Taifun oder EnerBio – die haben ein besonders intensives Raucharoma; in kleine Würfel von ca. 1 cm schneiden)
- 500 g Grünkohl (frisch oder TK – wenn TK, dann aufgetaut und gut ausgedrückt; frischen Grünkohl putzt ihr und schneidet die harten Stiele raus)
- 300 g Kartoffeln (mehligkochende Sorte, schälen und in 1,5 cm große Würfel schneiden – sie sorgen für die schöne Bindung)
- 2 mittelgroße Möhren (schälen und in feine Würfel oder Halbmonde schneiden)
- 750 ml Gemüsebrühe (am besten selbst gemacht oder eine gute Bio-Brühe ohne Geschmacksverstärker)
- 2 EL Olivenöl (zum Anbraten)
- 1 EL Senf (mittelscharf oder körnig – das gibt eine feine Schärfe und Tiefe)
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver (unterstützt das Raucharoma vom Tofu)
- 1 Lorbeerblatt (während des Kochens mitziehen lassen)
- Salz und Pfeffer (nach Geschmack)
- 1 Spritzer Zitronensaft (das ist mein Geheimtipp – ganz am Ende dazu geben)
Für das Topping (optional, aber empfohlen)

- 2 EL Kürbiskerne (in einer trockenen Pfanne kurz anrösten – gibt einen herrlich nussigen Crunch)
- Ein paar Zweige glatte Petersilie (fein hacken)
- Etwas vegane Crème fraîche oder Schmand-Alternative (gibt eine schöne cremige Note, wenn man mag)
Meine Tipps zur Zutatenauswahl: Achtet beim Grünkohl darauf, dass er nicht zu alt ist – frische Blätter erkennt man an einer kräftigen, dunkelgrünen Farbe und knackigen Stielen. Bei TK-Grünkohl ist der Saisonvorteil, dass er meist direkt nach der Ernte verarbeitet wird. Für eine glutenfreie Version achtet einfach darauf, dass die Brühe und der Senf glutenfrei sind. Und wer mag, kann statt Räuchertofu auch geräucherten Tofu mit Kräutern nehmen – das gibt nochmal eine andere Geschmacksrichtung.
Benötigte Küchenausrüstung
Ihr braucht keine ausgefallene Profi-Ausstattung für diesen Eintopf. Ein paar gute Grundwerkzeuge reichen völlig.
- Großer Topf (mindestens 3-4 Liter Fassungsvermögen, am besten mit schwerem Boden, damit nichts anbrennt)
- Schneidebrett und scharfes Messer (für das ganze Gemüse und den Tofu)
- Gemüseschäler
- Holzlöffel oder Kochlöffel zum Rühren
- Kleine Pfanne (zum Anrösten der Kürbiskerne)
- Messbecher für die Brühe
Ein Tipp von mir: Wenn ihr regelmäßig Eintöpfe kocht, lohnt sich ein Topf mit einem guten Deckel, der richtig schließt. Das spart Energie und die Aromen bleiben besser im Topf. Ich hab meinen von Fissler – der hat schon viele Jahre auf dem Buckel und funktioniert immer noch perfekt. Ein günstigerer Edelstahltopf von IKEA tut es aber genauso gut, keine Sorge. Wichtig ist nur, dass er groß genug ist, damit der Eintopf nicht überkocht.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird gekocht! Ich führe euch durch jeden Schritt, damit nichts schiefgeht. Die ganze Aktion dauert etwa 45 bis 50 Minuten.
- Tofu vorbereiten und anbraten (5 Minuten): Den Räuchertofu aus der Packung nehmen und auf Küchenpapier kurz abtupfen – das macht ihn später schön knusprig. Dann in gleichmäßige, etwa 1 cm große Würfel schneiden. In eurem großen Topf 1 EL Olivenöl auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen und die Tofuwürfel darin rundherum goldbraun anbraten. Das dauert so 4–5 Minuten. Sie sollen richtig Farbe bekommen! Den Tofu dann aus dem Topf nehmen und erstmal beiseitestellen. Tipp: Den Topf nicht auswischen – die gebräunten Reste sind purer Geschmack.
- Gemüsebasis anschwitzen (5 Minuten): Den restlichen EL Olivenöl in den Topf geben. Die gewürfelte Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten – etwa 3 Minuten. Dann den gehackten Knoblauch dazugeben und nur kurz mitdünsten, bis es duftet. Nicht zu lange, sonst wird er bitter.
- Möhren und Kartoffeln kurz mitbraten (3 Minuten): Die Möhren- und Kartoffelwürfel zu den Zwiebeln geben und alles unter Rühren etwa 2-3 Minuten anbraten. Das bringt zusätzliches Röstaroma ins Spiel. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Grünkohl und Gewürze dazu (2 Minuten): Jetzt kommt der Grünkohl in den Topf. Wenn ihr frischen Grünkohl habt, gebt ihn in mehreren Portionen dazu – er fällt stark zusammen. Bei TK-Grünkohl einfach direkt rein damit. Den Senf und das geräucherte Paprikapulver ebenfalls dazugeben und alles gut vermischen.
- Aufgießen und köcheln lassen (25–30 Minuten): Die Gemüsebrühe angießen, das Lorbeerblatt hineinlegen und alles einmal kräftig aufkochen lassen. Dann die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen und den Eintopf bei sanfter Hitze 25–30 Minuten köcheln lassen. Die Kartoffeln sollten schön weich sein und der Grünkohl butterzart. Zwischendurch einmal umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
- Tofu zurückgeben und abschmecken (2 Minuten): Das Lorbeerblatt herausfischen und entsorgen. Die angebratenen Tofuwürfel wieder in den Topf geben und unterrühren. Jetzt kommt der wichtigste Moment: Mit Salz, Pfeffer und einem ordentlichen Spritzer Zitronensaft abschmecken. Der Zitronensaft ist nicht verhandelbar – er macht den Eintopf richtig frisch und rund!
- Anrichten und genießen (2 Minuten): Den Eintopf in tiefe Teller oder Schüsseln füllen. Mit den gerösteten Kürbiskernen, gehackter Petersilie und einem Klecks veganer Crème fraîche toppen. Sofort servieren.
Woran erkennt ihr, dass der Eintopf fertig ist? Die Kartoffeln sollten sich mit der Gabel leicht zerdrücken lassen und der Grünkohl eine dunkle, fast samtige Farbe angenommen haben. Die Flüssigkeit sollte leicht sämig sein – nicht zu dünn, nicht zu dick. Wenn er euch zu flüssig erscheint, lasst ihn einfach noch 5-10 Minuten ohne Deckel weiterköcheln.
Kochtipps & Techniken für den perfekten Eintopf
Ich hab bei diesem Rezept einiges ausprobiert – und auch ein paar Fehler gemacht, damit ihr sie nicht wiederholen müsst. Hier sind meine besten Tipps.
Der Tofu muss knusprig sein! Das ist der häufigste Fehler. Wenn ihr den Tofu nicht trockentupft und ihn nur kurz in den Topf werft, wird er matschig und nimmt kein Röstaroma an. Nehmt euch die Zeit für das scharfe Anbraten – das ist der Schlüssel zu dem herzhaften Geschmack, der den Eintopf so besonders macht.
Nicht zu viel Brühe auf einmal. Ich hab am Anfang immer zu viel Flüssigkeit genommen, weil ich dachte, der Grünkohl braucht viel. Aber er gibt selbst Wasser ab, vor allem wenn ihr TK-Ware nehmt. Startet mit 750 ml und gebt bei Bedarf später noch einen Schuss Brühe oder Wasser dazu. Lieber nachgießen als einen wässrigen Eintopf zu haben.
Die Zitrone ist kein optionaler Zusatz. Ich weiß, es klingt komisch, Zitrone in einen deftigen Grünkohl-Eintopf zu geben. Aber glaubt mir – sie hebt die ganzen Aromen hervor, ohne dass der Eintopf nach Zitrone schmeckt. Ein kleiner Spritzer reicht völlig. Ich hab es einmal weggelassen, weil ich dachte, ich hab’s nicht nötig – und der Eintopf war irgendwie… flach. Die Zitrone macht den Unterschied zwischen „ganz gut” und „Wow”.
Timing ist alles. Wenn ihr den Eintopf für abends vorbereiten wollt, kocht ihn einfach komplett fertig und lasst ihn auf der ausgeschalteten Herdplatte ziehen. Die Aromen verbinden sich in dieser Zeit wunderbar. Aufwärmen geht dann am nächsten Tag im Handumdrehen.
Mein persönlicher Fail: Einmal hab ich den Grünkohl nicht gut genug ausgedrückt, nachdem ich ihn aufgetaut hatte. Der Eintopf wurde eine traurige, wässrige Brühe. Seitdem drücke ich den TK-Grünkohl richtig fest aus – am besten mit den Händen über einem Sieb. Das spart später viel Ärger.
Variationen & Anpassungen
Dieser Eintopf ist ein echtes Verwandlungstalent. Hier sind ein paar Ideen, wie ihr ihn nach eurem Geschmack anpassen könnt.
1. Die vegane Protein-Bombe: Statt Räuchertofu könnt ihr auch geräucherten Tofu mit Kräutern oder Seitan-Würfel verwenden. Beide geben ein intensives herzhaftes Aroma. Für eine besonders proteinreiche Version gebt ihr noch eine Dose abgetropfte Kichererbsen mit in den Eintopf – die passen überraschend gut zum Grünkohl.
2. Saisonale Note: Im Herbst und Winter ist Grünkohl natürlich die Hauptsaison. Aber im Frühling könnt ihr einen Teil des Grünkohls durch Spinat oder Mangold ersetzen. Das gibt eine frischere, leichtere Note. Im Sommer dann mit Zucchini statt Kartoffeln – das macht den Eintopf noch leichter und kalorienärmer.
3. Die Schärfe-Variante: Für alle, die es gern etwas feuriger mögen: Gebt eine fein gehackte rote Chili oder einen Teelöffel Chiliflocken zusammen mit dem Knoblauch in den Topf. Das wärmt zusätzlich von innen und gibt dem Eintopf einen richtig schönen Kick. Ich mach das manchmal, wenn ich eine Erkältung kommen spüre.
4. Low-Carb/keto-freundlich: Ersetzt die Kartoffeln einfach durch Blumenkohlröschen oder Selleriewürfel. Die Kartoffeln sind zwar für die Bindung wichtig, aber ihr könnt den Eintopf dann einfach etwas länger köcheln lassen oder mit einem Löffel Guarkernmehl binden. Funktioniert erstaunlich gut.
5. Meine persönliche Lieblingsvariante: Ich geb manchmal einen Schuss Kokosmilch (ca. 100 ml) mit in den Eintopf, kurz bevor er fertig ist. Das macht ihn unglaublich cremig und mild und passt perfekt zu den rauchigen Aromen. Klingt ungewöhnlich, ist aber ein echter Geheimtipp!
Servier- & Aufbewahrungstipps
Dieser Eintopf ist ein Gedicht – und zwar nicht nur frisch gekocht.
Servieren: Am besten schmeckt er dampfend heiß in tiefen Tellern oder Schüsseln. Ich liebe es, ihn mit den gerösteten Kürbiskernen und einem ordentlichen Klecks veganer Crème fraîche zu servieren. Dazu passt ein Stück knuspriges Brot oder Baguette – perfekt zum Auftunken. Wenn ihr etwas Leichtes dazu haben wollt, reicht ein grüner Salat mit einer Vinaigrette. Ein trockener Weißwein (z.B. ein Sauvignon Blanc) oder ein alkoholfreies Bio-Bier sind tolle Begleiter.
Aufbewahrung: Der Eintopf hält sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter problemlos 3 bis 4 Tage. Die Aromen verbinden sich über Nacht und er schmeckt am nächsten Tag oft noch intensiver. Zum Einfrieren ist er ebenfalls bestens geeignet – einfach in Portionsbehälter füllen und einfrieren. So habt ihr immer eine warme Mahlzeit parat, wenn die Zeit knapp ist. Eingefroren hält er sich etwa 3 Monate.
Wiederaufwärmen: Am besten erwärmt ihr den Eintopf langsam in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gebt bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser oder Brühe dazu, falls er zu dick geworden ist. In der Mikrowelle geht es auch, aber der Geschmack ist im Topf einfach runder. Tipp: Lasst den Eintopf nach dem Auftauen im Kühlschrank über Nacht langsam auftauen – das bewahrt die Konsistenz am besten.
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Dieser Eintopf ist nicht nur lecker, sondern auch richtig gut für euch. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (bei 4 Portionen, ohne Topping).
| Nährwert | Pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | ca. 320 kcal |
| Eiweiß | ca. 18 g |
| Fett | ca. 12 g |
| Kohlenhydrate | ca. 30 g |
| Ballaststoffe | ca. 10 g |
Warum dieser Eintopf so gesund ist: Grünkohl ist ein echtes Superfood – vollgepackt mit Vitamin C, K und A sowie Eisen und Kalzium. Der Räuchertofu liefert hochwertiges pflanzliches Eiweiß, das lange satt macht. Die Kartoffeln sind eine gute Quelle für komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen. Und die Möhren bringen Beta-Carotin ins Spiel, das gut für die Augen ist.
Diätetische Hinweise: Dieses Rezept ist von Natur aus vegan, laktosefrei und ohne raffinierten Zucker. Für eine glutenfreie Version achtet einfach auf glutenfreie Brühe und Senf. Es ist auch eine tolle Option für alle, die sich low-carb ernähren (mit den entsprechenden Kartoffel-Ersatz).
Meine persönliche Perspektive: Ich esse diesen Eintopf besonders gern nach einem langen Arbeitstag oder wenn ich das Gefühl habe, dass mein Körper etwas Gutes braucht. Er gibt mir Energie, ohne mich träge zu machen. Und das Beste: Ich habe nach dem Essen nie dieses schlechte Gewissen, das man manchmal bei deftigen Gerichten hat. Er ist einfach rundum wohltuend.
Fazit – Warum ihr diesen Eintopf unbedingt kochen solltet
Ich sag’s euch ganz ehrlich: Dieser Grünkohl-Eintopf hat sich bei mir in den letzten Jahren zu einem echten Küchenhelden entwickelt. Er ist mein Go-to-Gericht, wenn ich etwas Bodenständiges, Wärmendes und gleichzeitig Leichtes will. Und er ist der Beweis, dass man mit ein paar einfachen Zutaten und einem guten Trick (der Zitrone!) etwas zaubern kann, das viel größer schmeckt, als es ist.
Ich liebe es, wie flexibel er ist – ob mit Chili für die Schärfe, mit Kokosmilch für die Cremigkeit oder einfach pur. Ihr könnt ihn ganz nach eurem Geschmack anpassen. Und das Tolle: Er ist so unkompliziert, dass ihr ihn auch mal eben zwischen Tür und Angel kochen könnt, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Also, traut euch! Holt euch den Grünkohl, den Räuchertofu und die Zitrone – und probiert es aus. Ich bin mir sicher, dass dieser Eintopf auch bei euch zu einem festen Bestandteil der kalten Jahreszeit wird. Und wenn ihr eigene Variationen ausprobiert, erzählt mir unbedingt davon! Hinterlasst einen Kommentar unter dem Rezept oder teilt eure Kreation auf Pinterest – ich bin schon gespannt, was ihr daraus macht.
Macht’s euch gemütlich und genießt jeden Löffel. ♥
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich statt Räuchertofu auch normalen Tofu verwenden?
Ja, das geht. Aber der Geschmack wird deutlich milder. Ich würde dann empfehlen, das geräucherte Paprikapulver zu erhöhen und vielleicht einen Spritzer Räuchersoße (liquid smoke) dazuzugeben, um das Raucharoma zu imitieren. Der Räuchertofu ist aber schon der Star in diesem Rezept.
Muss ich den Grünkohl vorher blanchieren, wenn ich frischen nehme?
Nein, das ist nicht nötig. Der frische Grünkohl wird durch das lange Köcheln im Eintopf von selbst schön zart. Ich wasche ihn nur gründlich, entferne die groben Stiele und schneide die Blätter in mundgerechte Stücke. Das ist alles.
Kann ich den Eintopf auch im Slow Cooker zubereiten?
Absolut! Bratet den Tofu und das Gemüse wie beschrieben in einer Pfanne an, gebt alles in den Slow Cooker, gießt die Brühe auf und lasst es auf niedriger Stufe 4–6 Stunden oder auf hoher Stufe 2–3 Stunden köcheln. Den Tofu erst kurz vor dem Servieren wieder dazugeben, damit er knusprig bleibt.
Wie bekomme ich den Eintopf besonders cremig?
Mein Trick ist, einen Teil der Kartoffeln (etwa ein Drittel) nach dem Kochen mit einer Gabel im Topf zu zerdrücken. Das gibt eine natürliche Bindung und macht den Eintopf schön sämig, ohne dass ihr Mehl oder Stärke braucht. Die Variante mit einem Schuss Kokosmilch ist auch super.
Ist Grünkohl-Eintopf auch für Kinder geeignet?
Ja, auf jeden Fall! Der Geschmack ist durch den Räuchertofu und die Möhren recht mild und nicht zu herb. Meine Nichte liebt ihn. Wenn ihr ganz sichergehen wollt, lasst die Chili weg und gebt einen kleinen Klecks vegane Crème fraîche dazu – das macht ihn noch kindgerechter. Grünkohl ist übrigens auch eine tolle Eisenquelle für Kinder.
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Wohltuender Grünkohl-Eintopf mit Räuchertofu – leicht & herzhaft
Ein wärmender, herzhafter Eintopf mit Räuchertofu, Kartoffeln und Möhren, der in unter einer Stunde zubereitet ist. Perfekt für kalte Tage und Meal Prep.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 300 g Räuchertofu (z. B. Taifun oder EnerBio), in 1 cm Würfel geschnitten
- 500 g Grünkohl (frisch oder TK, aufgetaut und gut ausgedrückt)
- 300 g Kartoffeln (mehligkochend), geschält und in 1,5 cm Würfel geschnitten
- 2 mittelgroße Möhren, geschält und in feine Würfel oder Halbmonde geschnitten
- 750 ml Gemüsebrühe (selbst gemacht oder Bio)
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Senf (mittelscharf oder körnig)
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 Lorbeerblatt
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 1 Spritzer Zitronensaft
- 2 EL Kürbiskerne (optional, zum Topping)
- Ein paar Zweige glatte Petersilie, fein gehackt (optional)
- Etwas vegane Crème fraîche oder Schmand-Alternative (optional)
Instructions
- Tofu vorbereiten und anbraten: Räuchertofu aus der Packung nehmen, auf Küchenpapier abtupfen und in 1 cm große Würfel schneiden. 1 EL Olivenöl im großen Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen und die Tofuwürfel rundherum goldbraun anbraten (ca. 4–5 Minuten). Tofu aus dem Topf nehmen und beiseitestellen. Topf nicht auswischen.
- Gemüsebasis anschwitzen: Restlichen EL Olivenöl in den Topf geben. Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten (ca. 3 Minuten). Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten, bis es duftet.
- Möhren und Kartoffeln kurz mitbraten: Möhren- und Kartoffelwürfel zu den Zwiebeln geben und unter Rühren 2–3 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Grünkohl und Gewürze dazu: Grünkohl in den Topf geben (bei frischem Grünkohl in mehreren Portionen). Senf und geräuchertes Paprikapulver dazugeben und alles gut vermischen.
- Aufgießen und köcheln lassen: Gemüsebrühe angießen, Lorbeerblatt hineinlegen und einmal kräftig aufkochen lassen. Hitze reduzieren, Deckel auflegen und bei sanfter Hitze 25–30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind und der Grünkohl zart ist. Zwischendurch umrühren.
- Tofu zurückgeben und abschmecken: Lorbeerblatt entfernen. Angebratene Tofuwürfel wieder in den Topf geben und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und einem ordentlichen Spritzer Zitronensaft abschmecken.
- Anrichten und genießen: Eintopf in tiefe Teller oder Schüsseln füllen. Mit gerösteten Kürbiskernen, gehackter Petersilie und einem Klecks veganer Crème fraîche toppen. Sofort servieren.
Notes
Der Zitronensaft ist nicht verhandelbar – er macht den Eintopf frisch und rund. Tofu gut trockentupfen für eine knusprige Kruste. Bei TK-Grünkohl diesen vorher gut ausdrücken, um eine wässrige Brühe zu vermeiden. Der Eintopf schmeckt am nächsten Tag noch besser.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (von 4)
- Calories: 320
- Sugar: 6
- Sodium: 800
- Fat: 12
- Saturated Fat: 2
- Carbohydrates: 30
- Fiber: 10
- Protein: 18
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