Written by

Emery Barton

Published

Zarte Vanillekipferl ohne Kühlzeit – Einfach & himmlisch

Ready In 45 Minuten
Servings 4-6 Portionen (ca. 30-40 Stück)
Difficulty Mittel

Es gab einmal eine kleine, verwinkelte Konditorei in der Altstadt von Salzburg, direkt neben einem Brunnen, in dem im Winter die Spatzen badeten. „Müller’s Backstube” hieß sie, und sie roch nach Butter, gebrannten Mandeln und einer Sorte Vanille, die man sonst nirgendwo fand. Ihre Vanillekipferl – ach, diese Kipferl. Sie waren nicht nur Gebäck; sie waren ein Zustand. Sie zerfielen auf der Zunge in eine Wolke aus Puderzucker und feinster Vanille, mit einer Struktur, die gleichzeitig mürbe und seidig war. Als die Bäckerei vor drei Jahren schloss (der Müller ging in Rente, sein Sohn wollte eine Bubble-Tea-Bar eröffnen – die Tragödie!), war ich am Boden zerstört. Ich meine, wirklich. Ich habe den Verlust dieser Kipferl länger betrauert als so manchen Urlaub.

Also begann die Mission. Nach etwa zwölf Versuchen – die ersten waren entweder zu hart, zu trocken oder schmeckten einfach nur nach Mehl –, nach einem Haufen frustrierter Textnachrichten an meine Schwester und einer Küche, die aussah, als hätte eine Mehlbombe eingeschlagen, habe ich es endlich geknackt. Der Schlüssel? Die richtige Fett-Temperatur und der Verzicht auf die lästige Kühlzeit. Ja, richtig gelesen. Diese Vanillekipferl kommen ohne stundenlanges Warten im Kühlschrank aus und sind trotzdem – nein, gerade deshalb – so zart, wie ich sie in Erinnerung hatte. Das ist nicht nur ein Rezept; das ist meine persönliche Obsession, die endlich ein glückliches Ende gefunden hat. Und vielleicht haben Sie ja auch so eine Erinnerung an ein perfektes Kipferl, oder?

Warum Sie diese Vanillekipferl ohne Kühlzeit lieben werden

Dieses Rezept ist das Ergebnis von Hingabe und einigen verbrannten Fingerspitzen. Ich habe es so lange getestet, bis es perfekt war – und jetzt ist es bereit für Ihre Weihnachtsbäckerei. Es vereint alles, was man sich von einem klassischen Plätzchenrezept wünscht, ohne den üblichen Aufwand.

  • Schnell & Unkompliziert: Der Teig ist in 15 Minuten fertig und muss nicht gekühlt werden. Kein stundenlanges Warten – einfach formen und backen. Perfekt für spontane Backabende oder wenn die Weihnachtsstimmung plötzlich zuschlägt.
  • Einfache Zutaten: Sie brauchen keinen ausgefallenen Trip zum Feinkostladen. Butter, Mehl, Nüsse, Zucker und gute Vanille – das wars. Die meisten haben das sowieso zu Hause.
  • Der ultimative Seelenwärmer: An einem kalten Dezemberabend, wenn draußen der Schnee fällt, gibt es kaum etwas Tröstlicheres als den Duft von Vanillekipferl im Ofen. Es ist Weihnachten in Bissen.
  • Garantiert zart: Durch die spezielle Verarbeitung der Zutaten – die Butter wird nur kurz mit dem Mehl vermengt – entsteht eine unglaublich mürbe Textur, die auf der Zunge zergeht. Keine trockenen, mehligen Kipferl mehr.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ich habe diese Kipferl schon auf drei Weihnachtsfeiern mitgebracht (und einmal heimlich auf einer Geburtstagsparty im Juli – ja, das war komisch, aber sie waren trotzdem ratzfatz weg). Kinder lieben sie, Erwachsene werden nostalgisch.

Was dieses Rezept von den anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus saftigen Mandelplätzchen-ähnlicher Zartheit und der himmlischen Einfachheit des Teigs. Die Kipferl werden nicht hart, sie werden nicht bröselig – sie werden genau richtig. Es ist die Art von Gebäck, bei dem man nach dem ersten Bissen kurz die Augen schließt und einfach nur genießt. Ohne Stress, ohne große Sauerei, aber mit maximalem Wohlfühleffekt.

Welche Zutaten Sie brauchen

Für diese zarten Vanillekipferl ohne Kühlzeit braucht es wirklich keine Zauberei, sondern nur ein paar gute, ehrliche Zutaten. Die Qualität macht den Unterschied – vor allem bei der Vanille und der Butter. Hier ist, was in den Einkaufskorb kommt.

Für den Teig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405): Das klassische Mehl für Mürbeteig. Es sorgt für die richtige Bindung, ohne den Teig schwer zu machen. (Wer es glutenfrei mag, kann eine 1:1-Mehlmischung für Kekse verwenden, aber das ändert die Textur etwas.)
  • 200 g kalte Butter: Ja, kalt! Das ist der Trick. Ich verwende am liebsten deutsche Markenbutter mit 82 % Fettgehalt. Die Butter wird in kleine Würfel geschnitten und direkt verarbeitet – das macht die Kipferl so schön mürbe. Keine weiche Butter, keine Mikrowelle, versprochen.
  • 100 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse): Ich nehme meistens Mandeln, weil sie feiner und milder sind. Haselnüsse geben einen kräftigeren, nussigeren Geschmack. Achten Sie darauf, dass die Nüsse wirklich fein gemahlen sind (wie Mehl), sonst werden die Kipferl krümelig.
  • 80 g Puderzucker: Normaler Zucker geht auch, aber Puderzucker macht den Teig feiner und verhindert, dass die Kipferl zu sehr auseinanderfallen. (Tipp: Wer keinen Puderzucker hat, kann ganz normalen Zucker in der Küchenmaschine kurz fein mahlen.)
  • 2 Päckchen Vanillezucker (oder eine Vanilleschote): Hier nicht sparen! Ich schwöre auf echte Bourbon-Vanille. Wenn Sie eine Schote verwenden, kratzen Sie das Mark aus und geben es mit dem Zucker in den Teig. Der Vanillezucker aus der Tüte ist auch okay, aber das Aroma ist intensiver, wenn Sie selbst gemischten nehmen.
  • 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, aber Salz hebt den Vanillegeschmack und balanciert die Süße aus. Nicht weglassen!

Zum Wälzen und Bestäuben

Vanillekipferl ohne Kühlzeit preparation steps

  • Ca. 100 g Puderzucker: Für die klassische Schneekugel-Optik. Die Kipferl werden noch warm darin gewälzt – das ist der Moment, in dem die Magie passiert.
  • 2 Päckchen Vanillezucker (extra): Für den letzten, himmlischen Schliff. Mischen Sie ihn einfach unter den Puderzucker zum Wälzen.

Die Zutatenliste ist kurz, aber jeder Posten hat seine Aufgabe. Die Butter macht sie zart, die Nüsse geben ihnen Charakter und die Vanille ist der Star der Show. Investieren Sie in eine gute Vanille – Ihre Geschmacksknospen werden es Ihnen danken.

Benötigte Küchengeräte

Sie brauchen keine Profi-Ausstattung für diese Vanillekipferl, aber ein paar Helfer machen das Leben leichter.

  • Eine große Rührschüssel: Nichts Besonderes, aber sie sollte groß genug sein, um alles gut vermischen zu können.
  • Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Der Teig ist recht fest. Mit den Händen geht es auch, aber eine Maschine knetet ihn gleichmäßiger und schneller. Meine alte Küchenmaschine hat hier schon so einige Schlachten geschlagen.
  • Ein scharfes Messer oder ein Teigschaber: Zum Portionieren des Teigs. Ein Teigschaber ist mein bester Freund – er kratzt die Schüssel sauber und teilt den Teig perfekt.
  • Ein Backblech mit Backpapier: Ich habe schon alles Mögliche ausprobiert, aber Backpapier bleibt einfach die beste Wahl. Kein Ankleben, keine Sauerei.
  • Ein feiner Sieb: Zum Bestäuben der fertigen Kipferl mit Puderzucker. Ein normaler Teesieb tut es auch, aber ein feineres Sieb verteilt den Zucker gleichmäßiger.

Ein Tipp von mir: Investieren Sie in ein gutes Backblech – eines, das nicht so schnell verzieht. Billige Bleche können die Hitze ungleichmäßig leiten, und dann backt die eine Seite schneller als die andere. Das wäre doch schade um die schönen Kipferl!

Zubereitung: Schritt für Schritt zur Perfektion

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als Sie denken. Folgen Sie einfach diesen Schritten, und Sie werden im Handumdrehen himmlische Vanillekipferl ohne Kühlzeit auf dem Blech haben.

  1. Mehl und Nüsse vorbereiten: Geben Sie 250 g Mehl, 100 g gemahlene Mandeln, 80 g Puderzucker, 2 Päckchen Vanillezucker und eine Prise Salz in eine große Rührschüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. So verteilt sich die Vanille gleichmäßig – kein Klumpenrisiko.
  2. Die kalte Butter einarbeiten: Schneiden Sie 200 g kalte Butter in kleine Würfel (ca. 1 cm groß) und geben Sie sie zur Mehlmischung. Jetzt kommt der wichtige Teil: Arbeiten Sie die Butter mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine nur so lange unter, bis ein krümeliger Teig entsteht. Es dauert etwa 30-45 Sekunden. Der Teig sollte wie feuchter Sand aussehen und sich zusammendrücken lassen, aber noch nicht glatt sein. Wichtig: Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh und die Kipferl werden hart. Ich habe das einmal gemacht – das Ergebnis war eher ein „Vanilleklotz” als ein „Vanillekipferl”.
  3. Den Teig formen: Jetzt kommt der Moment, in dem Sie Ihre Hände brauchen. Nehmen Sie den Teig aus der Schüssel und drücken Sie ihn kurz mit den Händen zu einer groben Kugel zusammen. Er sollte sich gut formen lassen, ohne zu kleben. Wenn er zu trocken ist (was bei kalter Butter selten vorkommt), geben Sie einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. Wenn er zu weich ist, geben Sie ihn für 5 Minuten in den Kühlschrank – aber das ist wirklich die Ausnahme.
  4. Kipferl formen – die Hörnchen-Magie: Heizen Sie den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Teilen Sie den Teig in vier gleich große Stücke. Rollen Sie jedes Stück auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle von etwa 2 cm Durchmesser. Schneiden Sie dann mit einem Messer oder Teigschaber kleine Stücke von ca. 4-5 cm Länge ab. Formen Sie jedes Stück mit den Fingern zu einem kleinen Hörnchen – die Enden etwas spitz zulaufend, die Mitte etwas dicker. Klingt einfacher als es aussieht, oder? Tipp: Wenn der Teig beim Formen bröselt, drücken Sie ihn einfach fester zusammen. Die Wärme Ihrer Hände hilft, die Butter weicher zu machen und den Teig geschmeidiger zu formen. Legen Sie die geformten Kipferl mit etwas Abstand auf das mit Backpapier belegte Blech.
  5. Backen – der Duft von Weihnachten: Schieben Sie das Blech in den vorgeheizten Ofen (Mittelschiene) und backen Sie die Kipferl für 12-15 Minuten. Achten Sie genau auf die Farbe! Die Kipferl sollten am Rand ganz leicht goldbraun sein, aber auf keinen Fall dunkel werden. Sie sind noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen – das ist normal. Sie härten beim Abkühlen nach. Ich stelle immer einen Timer auf 12 Minuten und schaue dann nach. Jeder Ofen ist anders – mein alter Ofen hat 14 Minuten gebraucht, mein neuer nur 12.
  6. Das Wälzen – der entscheidende Moment: Während die Kipferl noch heiß sind (aber nicht mehr kochend heiß – sonst verbrennen Sie sich die Finger!), kommt der beste Teil. Mischen Sie in einer flachen Schüssel 100 g Puderzucker mit 2 Päckchen Vanillezucker. Wälzen Sie jedes Kipferl einzeln vorsichtig in der Zuckermischung, bis es rundherum bedeckt ist. Achtung: Die Kipferl sind sehr zart, also gehen Sie behutsam vor. Ich habe schon so manches Kipferl in der Zuckerschüssel zerbröselt, weil ich zu grob war. Ein kleiner Tipp: Lassen Sie sie eine Minute auf dem Blech abkühlen, bevor Sie sie wälzen. Dann sind sie etwas fester, aber noch warm genug, um den Zucker haften zu lassen.
  7. Auskühlen lassen: Legen Sie die gewälzten Kipferl auf ein Kuchengitter und lassen Sie sie vollständig auskühlen. Ja, das ist der schwierigste Teil – der Duft ist einfach unwiderstehlich. Aber glauben Sie mir: Sie schmecken am besten, wenn sie ganz kalt sind. Die Textur wird dann perfekt mürbe und zart.

Und das war’s! Keine Kühlzeit, kein stundenlanges Warten. Einfach formen, backen, wälzen – und genießen. Ehrlich, ich war selbst überrascht, wie unkompliziert es ist.

Tipps & Tricks für die perfekten Vanillekipferl

Ich habe bei diesen Kipferl so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Lassen Sie mich Ihnen also einiges an Frustration ersparen.

Der häufigste Fehler: Der Teig wird bröselig. Das passiert, wenn die Butter zu kalt ist oder der Teig zu wenig Feuchtigkeit hat. Die Lösung: Drücken Sie den Teig einfach mit den Händen fester zusammen. Die Körperwärme macht die Butter geschmeidig. Wenn das nicht hilft, geben Sie einen Esslöffel kaltes Wasser oder einen Eigelb dazu. Aber wirklich nur, wenn es nötig ist.

Der zweite Klassiker: Die Kipferl fallen auseinander. Das liegt meistens daran, dass sie zu lange gebacken wurden oder die Nüsse zu grob gemahlen sind. Backen Sie sie nur so lange, bis sie gerade Farbe annehmen. Und kaufen Sie die Nüsse am besten schon gemahlen – das spart Arbeit und ist oft feiner, als wenn man sie selbst mahlt.

Mein persönlicher Fail: Ich habe einmal vergessen, den Puderzucker für das Wälzen vorzubereiten. Die Kipferl waren schon aus dem Ofen und ich musste hektisch den Zucker in eine Schüssel sieben, während die Kipferl abkühlten. Das Ergebnis? Der Zucker haftete nicht mehr richtig, weil sie schon zu kalt waren. Also: Bereiten Sie alles vor, bevor die Kipferl in den Ofen kommen. Das spart Stress und sorgt für das perfekte, schneebedeckte Aussehen.

Timing-Tipp: Formen Sie die Kipferl, während der Ofen vorheizt. So sind sie fertig, wenn die richtige Temperatur erreicht ist. Und backen Sie immer nur ein Blech auf einmal, in der Mitte des Ofens. So werden sie gleichmäßig gebräunt.

Für die Extra-Portion Zartheit: Einige schwören darauf, einen Teil des Mehls durch Speisestärke zu ersetzen. Ich habe es getestet: 30 g Mehl durch 30 g Speisestärke ersetzen macht die Kipferl noch mürber. Aber Vorsicht – dann werden sie auch etwas empfindlicher beim Wälzen. Ein Versuch ist es wert!

Variationen & kreative Abwandlungen

Das Grundrezept ist schon perfekt, aber manchmal hat man Lust auf etwas Neues. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die fantastisch schmecken.

  • Schoko-Vanillekipferl: Ersetzen Sie 20 g Mehl durch 20 g ungesüßtes Kakaopulver. Der Teig bekommt eine feine Schokoladennote, die wunderbar mit der Vanille harmoniert. Wälzen Sie sie dann in einer Mischung aus Puderzucker und etwas Kakaopulver – das sieht nicht nur hübsch aus, sondern schmeckt auch himmlisch.
  • Zitronen-Vanillekipferl: Geben Sie den Abrieb einer halben, unbehandelten Zitrone zum Teig. Die frische Note bricht die Süße und macht die Kipferl zu einem erfrischenden Genuss. Perfekt, wenn man etwas Abwechslung vom klassischen Weihnachtsgeschmack sucht.
  • Vegane Variante: Ja, das geht! Ersetzen Sie die Butter durch 200 g vegane Margarine (am besten eine, die für Backen geeignet ist, wie Alsan oder eine feste Backmargarine). Der Teig wird etwas weicher, aber die Kipferl werden trotzdem zart. Achten Sie darauf, die Margarine auch kalt zu verwenden. Meine vegane Version war ein voller Erfolg auf einer Party – niemand hat den Unterschied bemerkt.
  • Nuss-Variation: Statt Mandeln können Sie auch fein gemahlene Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien verwenden. Pistazien geben den Kipferl eine wunderschöne grüne Farbe und einen edlen Geschmack. Einfach die Nüsse 1:1 ersetzen.

Ich liebe es, mit Aromen zu spielen. Einmal habe ich eine Prise Kardamom in den Teig gegeben – das war der absolute Wahnsinn! Probieren Sie sich aus, Sie werden überrascht sein, wie vielseitig dieses einfache Rezept ist.

Tipps zum Servieren und Aufbewahren

Die richtige Präsentation und Lagerung sind das A und O, damit die Freude an den Kipferl lange anhält.

Servieren: Vanillekipferl schmecken am besten bei Zimmertemperatur. Nehmen Sie sie also etwa 15 Minuten vor dem Servieren aus der Dose. Sie passen perfekt zu einer Tasse Glühwein, einem heißen Kakao oder einem starken Espresso. Für ein besonders schönes Bild auf dem Plätzchenteller können Sie sie mit einem Zweig frischer Minze oder etwas Zimtpulver bestäuben. Aber ehrlich – sie sind auch pur einfach umwerfend.

Aufbewahren: Bewahren Sie die Kipferl in einer gut verschließbaren Keksdose auf. Legen Sie zwischen die Lagen ein Stück Backpapier – so verhindern Sie, dass sie aneinanderkleben oder der Puderzucker abfällt. An einem kühlen, trockenen Ort halten sie sich so etwa 3-4 Wochen. Aber seien wir ehrlich: Bei mir sind sie meistens nach einer Woche weg.

Einfrieren: Ja, das geht! Die ungebackenen, geformten Kipferl können Sie wunderbar einfrieren. Legen Sie sie auf ein Brett und frieren Sie sie vor. Dann können Sie sie in einen Gefrierbeutel umfüllen. Zum Backen müssen Sie sie nicht auftauen – einfach die gefrorenen Kipferl auf das Blech legen und die Backzeit um 2-3 Minuten verlängern. Auch die fertig gebackenen und gewälzten Kipferl lassen sich einfrieren. Tauen Sie sie langsam im Kühlschrank auf, dann bleiben sie schön mürbe.

Ein letzter Tipp: Die Kipferl schmecken am zweiten Tag noch besser! Die Aromen von Vanille und Nüssen verbinden sich über Nacht und werden intensiver. Also backen Sie ruhig einen Tag vor dem geplanten Verzehr – das ist kein Fehler, sondern eine kluge Strategie.

Nährwerte & gesundheitliche Aspekte

Gut, wir sind hier nicht im Gesundheitsblog, aber ein kleiner Blick auf die Nährwerte schadet nie. Immerhin ist Weihnachten die Zeit des Genusses, und da darf man auch mal wissen, was man isst.

Pro Stück (ca. 15 g) enthalten diese Vanillekipferl ungefähr:

  • Kalorien: 75 kcal
  • Fett: 5 g
  • Kohlenhydrate: 7 g
  • Eiweiß: 1 g

Die Mandeln liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Sie sind also nicht nur lecker, sondern auch noch gut fürs Herz – zumindest in Maßen. Die Butter enthält Vitamin A, und die Vanille hat bekanntlich eine beruhigende Wirkung. Also, wenn Sie sich nach einem stressigen Tag ein paar Kipferl gönnen, tun Sie das mit gutem Gewissen. Es ist praktisch eine Wellness-Kur in Plätzchenform!

Für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter) und Nüsse (Mandeln). Wer auf eine dieser Zutaten verzichten muss, findet in den Variationen oben passende Alternativen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch mit normalem Zucker statt Puderzucker machen?
Ja, das geht. Der Teig wird dann aber etwas gröber und die Kipferl fallen vielleicht leichter auseinander. Puderzucker löst sich besser auf und macht den Teig feiner. Wenn Sie nur normalen Zucker haben, mahlen Sie ihn kurz in der Küchenmaschine – das ist fast so gut wie Puderzucker.

Warum werden meine Kipferl hart?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu lange geknetet oder die Butter zu weich war. Die kalte Butter ist der Schlüssel zu zarten Kipferl. Auch eine zu lange Backzeit macht sie hart. Backen Sie sie nur, bis sie leicht Farbe annehmen – sie härten beim Abkühlen noch nach.

Kann ich die Kipferl auch mit anderen Nüssen machen?
Auf jeden Fall! Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien sind tolle Alternativen. Achten Sie nur darauf, dass die Nüsse sehr fein gemahlen sind. Grobe Nussstücke machen den Teig brüchig und die Kipferl fallen leichter auseinander.

Muss ich die Kipferl wirklich noch warm wälzen?
Ja, das ist entscheidend! Wenn die Kipferl kalt sind, haftet der Puderzucker nicht mehr richtig. Die Wärme lässt den Zucker leicht schmelzen und verbindet sich mit der Oberfläche. So entsteht diese typische, schneebedeckte Optik und der süße Geschmack.

Wie lange halten sich die Kipferl?
In einer gut verschlossenen Keksdose an einem kühlen, trockenen Ort etwa 3-4 Wochen. Allerdings werden sie nach etwa zwei Wochen etwas weicher. Das ist aber nicht schlimm – sie schmecken immer noch himmlisch. Einfach vor dem Servieren nochmal kurz mit Puderzucker bestäuben, dann sehen sie aus wie frisch gebacken.

Fazit: Warum Sie diese Kipferl sofort backen sollten

Diese zarten Vanillekipferl ohne Kühlzeit sind mehr als nur ein Rezept – sie sind eine kleine Rückkehr zu dem, was Weihnachten ausmacht: Zeit, Genuss und ein bisschen Magie in der Küche. Sie erinnern mich an die Konditorei in Salzburg, aber noch mehr daran, dass manchmal die einfachsten Dinge die schönsten sind. Keine stundenlange Kühlerei, keine komplizierten Techniken – nur reine, ehrliche Backkunst, die jeder hinbekommt.

Probieren Sie es aus. Ich verspreche Ihnen, der Duft allein wird Sie belohnen. Und wenn Sie dann das erste Kipferl in den Mund nehmen – dieses Gefühl, wenn es auf der Zunge zergeht –, dann wissen Sie, warum sich der Aufwand gelohnt hat. Passen Sie das Rezept ruhig an Ihre Vorlieben an, ob mit Schokolade, Zitrone oder einer Prise Kardamom. Es ist Ihr Weihnachten, Ihre Kipferl.

Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihre Kipferl geworden sind! Welche Variation haben Sie ausprobiert? Oder haben Sie einen eigenen Trick entdeckt? Teilen Sie es mit der Community – denn Backen verbindet. Und jetzt: Ran an die Butter und viel Freude beim Backen! Sie schaffen das.

Und wenn Sie noch mehr Inspiration für die Weihnachtsbäckerei suchen, dann werfen Sie doch einen Blick auf meine saftigen Zimtsterne – die sind genauso einfach und machen sich wunderbar auf jedem Plätzchenteller.

Pin This Recipe!

Vanillekipferl ohne Kühlzeit recipe

Print

Zarte Vanillekipferl ohne Kühlzeit – Einfach & himmlisch

Diese zarten Vanillekipferl kommen ohne lästige Kühlzeit aus und sind trotzdem unglaublich mürbe und aromatisch. Ein einfaches Rezept für himmlische Weihnachtsplätzchen, die auf der Zunge zergehen.

  • Author: Marlene
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12-15 Minuten
  • Total Time: 30 Minuten
  • Yield: ca. 40 Stück
  • Category: Weihnachtsgebäck
  • Cuisine: Österreichisch

Ingredients

Scale
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 200 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
  • 100 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
  • 80 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker (oder 1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt)
  • 1 Prise Salz
  • Ca. 100 g Puderzucker (zum Wälzen)
  • 2 Päckchen Vanillezucker (extra, zum Wälzen)

Instructions

  1. Mehl, gemahlene Mandeln, 80 g Puderzucker, 2 Päckchen Vanillezucker und Salz in einer großen Rührschüssel vermischen.
  2. Kalte Butter in kleinen Würfeln zur Mehlmischung geben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder der Küchenmaschine nur so lange unterarbeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht (ca. 30-45 Sekunden). Nicht zu lange kneten.
  3. Teig kurz mit den Händen zu einer groben Kugel zusammendrücken. Er sollte sich formen lassen, ohne zu kleben. Falls nötig, 1 EL kaltes Wasser zugeben.
  4. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig in vier Stücke teilen, jedes zu einer Rolle von ca. 2 cm Durchmesser rollen. In ca. 4-5 cm lange Stücke schneiden und zu Hörnchen formen (Enden spitz, Mitte dicker).
  5. Kipferl mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und auf der Mittelschiene 12-15 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind. Sie sind noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen.
  6. In einer flachen Schüssel 100 g Puderzucker mit 2 Päckchen Vanillezucker mischen. Die noch warmen Kipferl vorsichtig darin wälzen, bis sie rundherum bedeckt sind.
  7. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Am besten schmecken sie, wenn sie ganz kalt sind.

Notes

Die Kipferl schmecken am zweiten Tag noch besser, da sich die Aromen verbinden. Für extra Zartheit 30 g Mehl durch Speisestärke ersetzen. Ungebackene Kipferl lassen sich einfrieren; Backzeit dann um 2-3 Minuten verlängern.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück (ca. 15 g)
  • Calories: 75
  • Sugar: 4
  • Sodium: 20
  • Fat: 5
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 7
  • Fiber: 0.5
  • Protein: 1

Keywords: Vanillekipferl, ohne Kühlzeit, einfach, Weihnachtsplätzchen, Mürbeteig, Vanille, Mandeln

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

You might also love these recipes

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆