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Emery Barton

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Perfekte Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung für die Adventszeit

Ready In 90 Minuten
Servings 30-35 Stück
Difficulty Medium

„Warum machst du nicht einfach die Marmelade in die Mitte, bevor du den Teig ausrollst?“, fragte meine Freundin Lena an einem verregneten Novembernachmittag. Ich stand mit meinen Händen voller Haselnuss-Mehl in ihrer winzigen Küche und wollte gerade erklären, warum das absolut nicht funktionieren würde – die Füllung würde auslaufen, der Teig würde kleben, das Rezept meiner Oma würde ruiniert werden. Aber dann hielt ich inne. Lena backt seit Jahren nicht mehr als drei Sorten Plätzchen pro Saison, aber sie hat diesen unverfälschten Instinkt für Dinge, die einfach logisch sind. Also schluckte ich meinen Stolz runter, rollte den Teig aus und drückte tatsächlich kleine Mulden für die Preiselbeerfüllung hinein, bevor ich die zweite Schicht darauflegte. Und wisst ihr was? Es hat perfekt funktioniert. Die Füllung blieb genau da, wo sie hingehörte, und der Teig wurde nicht übermäßig bearbeitet. Ich stand da mit meinem Linzer Plätzchen in der Hand, das genau richtig aussah, und musste zugeben: Manchmal ist die beste Lehrmeisterin diejenige, die keine Ahnung hat, dass sie unterrichtet. Seit diesem Tag sind diese Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung mein absoluter Favorit für die Adventszeit. Vielleicht habt ihr auch schon mal diesen Moment erlebt, in dem jemand eine scheinbar naive Idee hat und sie sich als genial herausstellt – genau darum geht es hier.

Warum ihr diese Haselnuss-Linzer Plätzchen lieben werdet

Diese Plätzchen sind nicht einfach nur ein weiteres Rezept in eurer Weihnachtsbäckerei. Sie sind das Ergebnis von Jahren des Experimentierens, einiger gescheiterter Chargen und einem glücklichen Zufall mit einer Freundin, die einfach keine Angst vor dem Scheitern hatte. Ich habe sie unzählige Male getestet, mit verschiedenen Mehlsorten und Füllungen, und diese Version ist die, bei der ich jedes Mal aufs Neue staune.

  • Schnell & einfach: In unter 45 Minuten habt ihr den Teig fertig, und die Kühlzeit ist die einzige Geduldsprobe.
  • Einfache Zutaten: Keine exotischen Lebensmittel, die ihr in drei verschiedenen Geschäften suchen müsst. Alles ist im gut sortierten Supermarkt erhältlich.
  • Perfekt für den Advent: Diese Linzer Plätzchen schmecken nicht nur himmlisch, sie sehen auch auf jedem Plätzchenteller aus wie kleine Kunstwerke. Ideal für Kaffeekränzchen oder als selbstgemachtes Geschenk.
  • Publieksliebling: Ernsthaft, ich habe noch niemanden getroffen, der nicht nach dem Rezept gefragt hat. Kinder lieben die süße Preiselbeerfüllung, Erwachsene den nussigen Teig.
  • Unglaublich lecker: Die Kombination aus buttrigem Haselnussteig und der leicht säuerlichen Preiselbeerfüllung ist einfach unschlagbar. Es ist dieser eine Biss, bei dem ihr kurz die Augen schließt.

Was diese Linzer Plätzchen von anderen unterscheidet, ist die Textur. Ich verwende gemahlene Haselnüsse, die dem Teig eine unglaubliche Zartheit verleihen, ohne dass er bröselig wird. Und die Preiselbeerfüllung ist nicht zu süß – sie balanciert den Reichtum des Teigs perfekt aus. Es ist nicht nur ein Plätzchen, es ist ein kleines Stück Advent, das euch daran erinnert, dass die schönsten Dinge manchmal aus den einfachsten Zutaten entstehen.

Welche Zutaten ihr braucht

Für diese Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung verwendet ihr lauter Zutaten, die wahrscheinlich schon in eurer Vorratskammer schlummern. Die Haselnüsse sind natürlich der Star – sie geben dem Teig seinen unverwechselbaren Geschmack und diese wunderbar mürbe Konsistenz, die Linzer Plätzchen so besonders macht.

  • 200 g weiche Butter – am besten ungesalzen, damit ihr die Salzzugabe selbst kontrollieren könnt. Ich nehme immer die Butter von Kerrygold oder einer anderen europäischen Marke mit hohem Fettgehalt – sie macht den Teig einfach zarter.
  • 100 g Puderzucker – ja, Puderzucker und nicht normaler Zucker. Er löst sich besser auf und sorgt für eine feinere Textur. Wenn ihr nur normalen Zucker habt, gebt ihn kurz in den Mixer, aber achtet darauf, dass er nicht zu Staub wird.
  • 1 Päckchen Vanillezucker – oder das Mark einer halben Vanilleschote, wenn ihr es etwas edler mögt. Der Vanillezucker von Dr. Oetker tut es aber auch völlig.
  • 1 Prise Salz – klingt unwichtig, aber Salz ist der geheime Geschmacksverstärker, der die Nussigkeit der Haselnüsse hervorhebt.
  • 2 Eigelb (Größe M) – das Eigelb bindet den Teig und macht ihn reichhaltig. Das Eiweiß könnt ihr für eine andere Verwendung aufheben – vielleicht für Baiser oder einen Cocktail.
  • 200 g Mehl (Type 405) – normales Weizenmehl funktioniert am besten. Wenn ihr glutenfrei backen müsst, könnt ihr eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 ersetzen, aber der Teig wird etwas bröseliger.
  • 150 g gemahlene Haselnüsse – hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Ich mahle meine Haselnüsse immer selbst, indem ich sie kurz im Mixer zerkleinere, aber nicht zu fein – ein bisschen Textur ist erwünscht. Fertig gemahlene Haselnüsse aus der Tüte funktionieren aber auch. Achtet darauf, dass sie nicht ranzig riechen – das passiert leider schnell.
  • 1 TL Backpulver – sorgt für eine lockere Krume, ohne dass die Plätzchen aufgehen wie Kuchen.
  • 1 TL gemahlener Zimt – weihnachtliches Aroma pur. Ihr könnt auch eine Prise Nelkenpulver oder Kardamom dazugeben, aber Zimt allein ist klassisch und perfekt.
  • Für die Füllung: 150 g Preiselbeermarmelade – ich schwöre auf die von Bonne Maman, aber jede gute Preiselbeermarmelade mit ganzen Beeren tut es. Die leicht säuerliche Note ist der perfekte Kontrast zum süßen Teig. Alternativ geht auch Himbeermarmelade oder Johannisbeergelee, aber Preiselbeeren haben diesen besonderen, leicht herben Charakter, der die Linzer Plätzchen so besonders macht.
  • Zum Bestäuben: Puderzucker – das ist das i-Tüpfelchen, das die Plätzchen wie kleine Schneeflocken aussehen lässt.

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn ihr die Haselnüsse vor dem Mahlen kurz in einer Pfanne ohne Fett anröstet, entfaltet sich ihr Aroma noch intensiver. Aber aufgepasst – sie verbrennen schnell! Bei mittlerer Hitze etwa 3-4 Minuten unter ständigem Rühren, bis sie duften. Dann abkühlen lassen und mahlen. Der Aufwand lohnt sich wirklich.

Welche Ausrüstung ihr benötigt

Ihr braucht keine teure Spezialausrüstung für diese Haselnuss-Linzer Plätzchen. Ein paar grundlegende Küchenhelfer reichen völlig aus:

  • Eine große Rührschüssel – am besten aus Edelstahl oder Glas, weil sie kühl bleiben, was dem Teig zugutekommt.
  • Ein Handmixer oder eine Küchenmaschine – für die Butter-Zucker-Mischung. Mit der Hand geht es auch, aber dann müsst ihr ordentlich Muskelkraft investieren.
  • Ein Nudelholz – ein klassisches Holz-Nudelholz ist perfekt. Wenn ihr eines mit verstellbaren Ringen habt, könnt ihr die Teigdicke leichter kontrollieren (ca. 4 mm sind ideal).
  • Ausstechformen – ihr braucht zwei Größen: eine große für die Basis (rund, sternförmig oder herzförmig – ganz eurer Fantasie überlassen) und eine kleine Form für das „Fenster“ im Deckel. Ich verwende gerne einen runden Ausstecher mit 5 cm Durchmesser und einen kleinen mit 2 cm für das Loch.
  • Backpapier – spart Zeit beim Reinigen und die Plätzchen kleben nicht fest.
  • Ein Backblech – normales Blech, kein spezielles.
  • Ein Kuchengitter – zum Abkühlen der Plätzchen. Wenn ihr keins habt, tut es auch ein Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche.
  • Ein feines Sieb – zum Bestäuben mit Puderzucker. Ein Teesieb tut es auch, wenn es klein ist.

Mein persönlicher Geheimtipp: Investiert in gute Ausstechformen aus Metall. Die billigen Plastikformen verbiegen sich oft und die Kanten werden unscharf. Ich habe meine von Birkmann und sie halten seit Jahren. Für die kleinen Fenster verwende ich manchmal auch eine Spritztülle – das funktioniert überraschend gut!

Die Zubereitung Schritt für Schritt

Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung preparation steps

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Ich habe alle Fehler schon gemacht – ihr müsst sie nicht wiederholen.

  1. Butter und Zucker cremig rühren (5 Minuten): Gebt die weiche Butter, den Puderzucker und den Vanillezucker in eine große Schüssel. Schlagt alles mit dem Handmixer auf höchster Stufe etwa 3-4 Minuten, bis eine helle, luftige Masse entsteht. Die Butter sollte wirklich weich sein – wenn sie zu kalt ist, wird die Masse klumpig. Ein Tipp: Nehmt die Butter eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank.
  2. Eigelb unterrühren (1 Minute): Gebt die beiden Eigelb hinzu und rührt sie kurz unter, bis alles gut vermischt ist. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh.
  3. Trockene Zutaten mischen (2 Minuten): In einer separaten Schüssel vermischt ihr das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, das Backpulver, den Zimt und die Prise Salz. Ich verwende dafür einen Schneebesen, um alles gleichmäßig zu verteilen.
  4. Alles zusammenfügen (3 Minuten): Gebt die Mehlmischung nach und nach zur Butter-Ei-Masse. Rührt auf niedriger Stufe, bis sich alles zu einem glatten Teig verbindet. Sobald keine Mehlspuren mehr zu sehen sind, aufhören! Der Teig sollte weich, aber nicht klebrig sein. Wenn er zu klebrig ist, gebt noch einen Esslöffel Mehl dazu. Wenn er bröselt, einen Esslöffel kalte Milch.
  5. Teig kühlen (30 Minuten): Formt den Teig zu einer flachen Scheibe, wickelt ihn in Frischhaltefolie und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Das ist der wichtigste Schritt! Ohne Kühlung lässt sich der Teig nicht gut ausrollen und die Plätzchen verlieren ihre Form. Ich lasse ihn oft sogar eine Stunde ruhen – das macht ihn noch geschmeidiger.
  6. Backofen vorheizen (10 Minuten): Heizt den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (160 °C Umluft). Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus.
  7. Teig ausrollen (5 Minuten): Bestäubt eure Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rollt den Teig auf etwa 4 mm Dicke aus. Arbeitet zügig, damit der Teig nicht zu warm wird. Wenn er zu weich wird, legt ihn kurz zurück in den Kühlschrank.
  8. Plätzchen ausstechen (10 Minuten): Stecht mit der großen Form so viele Kreise wie möglich aus. Bei der Hälfte der Kreise stecht ihr mit der kleinen Form ein Loch in die Mitte – das werden die Deckel. Legt alle Plätzchen auf die vorbereiteten Backbleche. Lasst etwas Abstand zwischen ihnen, da sie minimal aufgehen.
  9. Backen (10-12 Minuten): Backt die Plätzchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene. Sie sollten leicht goldbraun sein, aber nicht zu dunkel – die Unterseite ist meist etwas heller. Ein Tipp: Backt jeweils nur ein Blech auf einmal, sonst backen sie ungleichmäßig.
  10. Abkühlen lassen (15 Minuten): Lasst die Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech ruhen, dann hebt ihr sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter. Sie sind direkt nach dem Backen noch sehr weich und zerbrechen leicht – also vorsichtig sein! Vollständig auskühlen lassen (mindestens 15 Minuten).
  11. Füllen und zusammensetzen (10 Minuten): Bestäubt die Deckel (die mit dem Loch) großzügig mit Puderzucker. Gebt dann etwa einen halben Teelöffel Preiselbeermarmelade auf die Mitte der unteren Hälfte (die ohne Loch). Setzt den bestäubten Deckel darauf und drückt ihn leicht an. Die Marmelade sollte leicht durch das Loch schimmern – das sieht wunderschön aus!
  12. Ruhen lassen (optional, 30 Minuten): Wenn ihr die Zeit habt, lasst die fertigen Linzer Plätzchen eine halbe Stunde ruhen. Die Marmelade verbindet sich dann besser mit dem Teig und die Plätzchen werden noch saftiger. Aber sie schmecken auch sofort himmlisch.

Ein kleiner Hinweis von mir: Wenn der Teig beim Ausrollen reißt, keine Panik! Drückt die Ränder einfach mit den Fingern zusammen. Das sieht man später nicht mehr. Und wenn ein Plätzchen mal bricht, esst es einfach – das ist der Bäckerlohn!

Tipps und Tricks für perfekte Linzer Plätzchen

Ich habe in den letzten Jahren viele Chargen Linzer Plätzchen gebacken – einige waren fantastisch, andere eine Katastrophe. Hier sind meine besten Erkenntnisse, damit euch das nicht passiert:

  • Der Teig darf nicht zu warm werden: Das ist der häufigste Fehler. Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, legt ihn für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank. Rollt immer nur eine Portion auf einmal aus und bewahrt den Rest kühl.
  • Gleichmäßige Dicke ist entscheidend: Wenn die Plätzchen unterschiedlich dick sind, backen sie ungleichmäßig. Ich verwende zwei gleich dicke Holzleisten (ca. 4 mm) als Führung für das Nudelholz. Das klingt übertrieben, aber es funktioniert perfekt.
  • Nicht zu viel Mehl auf der Arbeitsfläche: Zu viel Mehl macht den Teig trocken. Bestäubt die Fläche nur leicht und rollt den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier aus – dann klebt er gar nicht.
  • Die Füllung richtig dosieren: Zu viel Marmelade läuft seitlich raus und macht die Plätzchen klebrig. Ein halber Teelöffel reicht völlig. Wenn die Marmelade zu flüssig ist, kocht ihr sie kurz in einem kleinen Topf ein, bis sie eindickt.
  • Puderzucker erst nach dem Backen: Bestäubt die Deckel erst, nachdem sie abgekühlt sind. Sonst schmilzt der Zucker und wird durchsichtig. Und denkt daran: Die Deckel werden vor dem Zusammensetzen bestäubt, nicht die fertigen Plätzchen – sonst bekommt ihr Puderzucker auf die Marmelade.
  • Backzeit im Auge behalten: Jeder Ofen ist anders. Meine Linzer Plätzchen sind nach genau 11 Minuten perfekt – goldbraun an den Rändern, aber noch hell in der Mitte. Wenn sie zu dunkel werden, werden sie hart.

Ein persönliches Geständnis: Letztes Jahr habe ich vergessen, den Teig zu kühlen. Das Ergebnis war eine riesige, klebrige Masse, die ich kaum ausrollen konnte. Die Plätzchen waren unförmig und die Hälfte ist beim Backen auseinandergefallen. Ich habe sie trotzdem gegessen – mit einer Tasse Kaffee schmeckt fast alles gut!

Variationen und Anpassungen

Das Schöne an diesem Rezept ist seine Vielseitigkeit. Ihr könnt es nach Lust und Laune anpassen:

  • Nüsse austauschen: Statt Haselnüssen könnt ihr auch Mandeln oder Walnüsse verwenden. Mandeln geben einen feineren, milderen Geschmack, Walnüsse eine leicht herbe Note. Probiert auch eine Mischung aus Haselnüssen und Mandeln – das ist mein persönlicher Favorit für eine besondere Note.
  • Andere Füllungen: Preiselbeeren sind klassisch, aber Himbeermarmelade, Johannisbeergelee oder sogar Aprikosenmarmelade passen auch wunderbar. Für eine erwachsenere Version könnt ihr die Marmelade mit einem Schuss Amaretto oder Orangensaft verfeinern. Einfach kurz aufkochen und abkühlen lassen.
  • Gewürze variieren: Zimt ist toll, aber probiert es mal mit Lebkuchengewürz, einer Prise Kardamom oder sogar etwas gemahlenem Ingwer. Das gibt den Plätzchen eine völlig neue Dimension.
  • Glutenfreie Version: Ersetzt das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schär). Der Teig wird etwas bröseliger, also gebt einen Esslöffel mehr Butter dazu oder ein zusätzliches Eigelb. Lasst den Teig etwas länger kühlen.
  • Vegane Variante: Ersetzt die Butter durch vegane Margarine (z.B. von Alsan) und die Eigelb durch 2 Esslöffel Apfelmus oder einen Esslöffel gemahlene Leinsamen mit 3 Esslöffeln Wasser (quellen lassen). Die Konsistenz wird etwas anders sein, aber sie schmecken trotzdem fantastisch.
  • Schoko-Linzer: Für alle Schokoholics: Gebt 2 Esslöffel Kakaopulver zum Teig und verwendet Nutella oder eine dunkle Schokoladencreme als Füllung. Einfach göttlich!

Ich habe einmal eine Charge mit Pistazien anstelle von Haselnüssen gemacht und die Füllung mit Rosenwasser aromatisiert. Das klang sehr exotisch, aber ehrlich gesagt – der Geschmack war etwas gewöhnungsbedürftig. Manchmal sind die Klassiker einfach die Besten!

Servieren und Aufbewahren

Diese Haselnuss-Linzer Plätzchen sind ein echtes Multitalent, wenn es ums Servieren geht. Sie schmecken bei Zimmertemperatur am besten, also nehmt sie etwa 15 Minuten vor dem Servieren aus der Dose.

  • Serviertemperatur: Zimmertemperatur ist ideal. Die Butter im Teig wird dann wieder weich und die Plätzchen schmelzen fast auf der Zunge. Kalt aus dem Kühlschrank schmecken sie auch, aber dann ist der Teig fester.
  • Präsentation: Stapelt sie auf einer schönen Platte oder in einer dekorativen Dose. Sie sehen besonders hübsch aus, wenn ihr sie mit einem Zweig Rosmarin oder einer Zimtstange garniert. Für den Advent eignen sich auch kleine Tannenzweige oder getrocknete Orangenscheiben.
  • Passende Getränke: Ein klassischer Glühwein, ein fruchtiger Punsch oder einfach eine gute Tasse Kaffee – diese Plätzchen harmonieren mit fast allem. Für Kinder natürlich heiße Schokolade mit Sahne.
  • Aufbewahrung: Bewahrt die Linzer Plätzchen in einer luftdichten Dose auf, getrennt durch Lagen Backpapier. So bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch – wenn sie so lange halten! An einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren, nicht im Kühlschrank, sonst werden sie trocken.
  • Einfrieren: Ihr könnt die ungefüllten Plätzchen problemlos einfrieren. Schichtet sie in einem Gefrierbeutel mit Backpapier dazwischen. So halten sie sich bis zu drei Monate. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur auf ein Kuchengitter legen (ca. 1 Stunde). Dann füllen und bestäuben – schmecken wie frisch gebacken!
  • Geschmacksentwicklung: Interessanterweise schmecken die Linzer Plätzchen am zweiten oder dritten Tag noch besser. Die Aromen von Haselnuss und Preiselbeere verbinden sich dann richtig und der Teig wird noch saftiger. Also keine Sorge, wenn ihr sie einen Tag vor dem Servieren backt – das ist sogar ideal!

Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Wenn ihr die Plätzchen verschenkt, legt ein kleines Stück Apfel in die Dose (aber nicht direkt auf die Plätzchen). Das hält sie weich und saftig. Wechselt das Apfelstück alle zwei Tage aus.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Ich bin kein Ernährungsberater, aber ich kann euch sagen, dass diese Linzer Plätzchen nicht nur lecker sind, sondern auch einige überraschende Vorteile bieten – natürlich in Maßen genossen!

Pro Plätzchen (ca. 20 g, mit Füllung):

  • Kalorien: ca. 95 kcal
  • Fett: ca. 6 g
  • Kohlenhydrate: ca. 9 g
  • Eiweiß: ca. 2 g
  • Ballaststoffe: ca. 0,5 g

Gesundheitliche Highlights:

  • Haselnüsse: Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans, das die Zellen schützt. Magnesium unterstützt die Muskelfunktion und kann helfen, Stress abzubauen – perfekt für die hektische Adventszeit!
  • Preiselbeeren: Diese kleinen Beeren sind voller Antioxidantien und Vitamin C. Sie haben entzündungshemmende Eigenschaften und unterstützen das Immunsystem. In der Erkältungszeit ein echter Bonus.
  • Zimt: Zimt kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und hat eine wärmende Wirkung. Außerdem riecht er einfach nach Weihnachten!

Diätetische Hinweise: Diese Plätzchen sind nicht vegan oder glutenfrei in der Standardversion, aber wie oben beschrieben leicht anpassbar. Sie enthalten Nüsse (Haselnüsse) und Gluten (Weizenmehl) – also für Allergiker nicht geeignet. Mit den richtigen Substitutionen könnt ihr sie aber für fast jede Ernährungsweise anpassen.

Ich persönlich finde, dass ein oder zwei dieser Plätzchen am Tag eine wunderbare kleine Auszeit vom Adventsstress sind. Sie sind kein Gesundheitsfood, aber sie sind aus echten Zutaten gemacht – und das ist doch viel besser als industriell gefertigte Snacks, oder?

Fazit

Diese Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung sind für mich der Inbegriff der Adventsbäckerei. Sie sind nicht zu süß, haben diese wunderbar nussige Note und die leicht säuerliche Füllung macht sie zu etwas ganz Besonderem. Jedes Jahr freue ich mich auf den Moment, wenn ich den Teig knete, die Küche nach Zimt duftet und die ersten Plätzchen aus dem Ofen kommen.

Probiert sie unbedingt aus und macht sie zu eurer eigenen Version! Vielleicht mit einer anderen Füllung, einer anderen Nusssorte oder einem zusätzlichen Gewürz. Das Schöne am Backen ist, dass ihr eure Kreativität ausleben könnt. Und wenn etwas schiefgeht – kein Problem. Aus Fehlern lernt man, und oft entstehen daraus die besten Rezepte.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt, wie eure Linzer Plätzchen gelungen sind! Welche Füllung habt ihr verwendet? Habt ihr eine besondere Zutat hinzugefügt? Teilt eure Erfahrungen und vielleicht entdecken wir gemeinsam neue Lieblingsvarianten. Und natürlich freue ich mich über jedes geteilte Foto auf Pinterest oder Instagram – markiert mich gerne, damit ich eure Kunstwerke bewundern kann!

In diesem Sinne: Frohes Backen und eine besinnliche Adventszeit! Mögen eure Plätzchen gelingen und eure Küche nach Liebe duften.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?

Ja, absolut! Wickelt den Teig gut in Frischhaltefolie und lagert ihn im Kühlschrank. Nehmt ihn etwa 10 Minuten vor dem Ausrollen heraus, damit er etwas weicher wird. Der Teig kann so bis zu zwei Tage im Kühlschrank bleiben.

Warum werden meine Linzer Plätzchen beim Backen hart?

Das passiert meist, wenn sie zu lange gebacken werden oder der Teig zu viel Mehl enthält. Achtet darauf, dass die Plätzchen nur leicht goldbraun werden – sie härten beim Abkühlen noch nach. Auch zu viel Kneten kann den Teig zäh machen. Also: Kurz kneten, kurz backen!

Kann ich die Preiselbeermarmelade durch etwas anderes ersetzen?

Ja, natürlich! Himbeermarmelade, Johannisbeergelee, Aprikosenmarmelade oder sogar eine dunkle Schokoladencreme passen wunderbar. Für eine herbstliche Note könnt ihr auch Kürbismarmelade oder Feigenkonfitüre verwenden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wie verhindere ich, dass die Marmelade aus den Plätzchen läuft?

Das ist ein häufiges Problem. Verwendet nicht zu viel Marmelade (ein halber Teelöffel reicht) und stellt sicher, dass sie nicht zu flüssig ist. Wenn die Marmelade sehr dünnflüssig ist, kocht ihr sie kurz in einem kleinen Topf ein, bis sie eindickt. Auch das Zusammendrücken der Deckel hilft – aber nicht zu fest!

Kann ich die Linzer Plätzchen auch ohne Ausstechformen machen?

Klar! Wenn ihr keine passenden Formen habt, könnt ihr den Teig in Rechtecke oder Quadrate schneiden und mit einem kleinen Glas oder einer Flasche Kreise ausstechen. Für die Fenster tut es auch eine Spritztülle oder ein kleiner Schnapsglas. Hauptsache, es macht Spaß!

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Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung recipe

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Perfekte Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung für die Adventszeit

Diese buttrigen Haselnuss-Linzer Plätzchen mit einer leicht säuerlichen Preiselbeerfüllung sind der Inbegriff der Adventsbäckerei. Sie sind schnell zubereitet, schmecken himmlisch und sehen auf jedem Plätzchenteller aus wie kleine Kunstwerke.

  • Author: Marlene
  • Prep Time: 20 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 2 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 24 Plätzchen 1x
  • Category: Plätzchen / Weihnachtsgebäck
  • Cuisine: Österreichisch / Deutsch

Ingredients

Scale
  • 200 g weiche Butter (1 Tasse / 2 Stück)
  • 100 g Puderzucker (3/4 Tasse)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb (Größe M)
  • 200 g Mehl Type 405 (1 1/2 Tassen)
  • 150 g gemahlene Haselnüsse (1 1/4 Tassen)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 150 g Preiselbeermarmelade (1/2 Tasse + 2 EL)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Butter, Puderzucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel mit dem Handmixer auf höchster Stufe 3-4 Minuten cremig rühren, bis eine helle, luftige Masse entsteht.
  2. Eigelb hinzufügen und kurz unterrühren, bis alles gut vermischt ist.
  3. In einer separaten Schüssel Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Zimt und Salz mit einem Schneebesen vermischen.
  4. Die Mehlmischung nach und nach zur Butter-Ei-Masse geben und auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig verrühren. Nicht überkneten.
  5. Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten (besser 1 Stunde) im Kühlschrank kühlen.
  6. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  7. Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Den Teig auf etwa 4 mm Dicke ausrollen. Zügig arbeiten, damit der Teig nicht zu warm wird.
  8. Mit einer großen Ausstechform (ca. 5 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise mit einer kleinen Form (ca. 2 cm) ein Loch in die Mitte stechen – das werden die Deckel. Alle Plätzchen auf die Backbleche legen.
  9. Im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind. Nur ein Blech gleichzeitig backen.
  10. Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen (mindestens 15 Minuten).
  11. Die Deckel (mit Loch) großzügig mit Puderzucker bestäuben. Jeweils etwa einen halben Teelöffel Preiselbeermarmelade auf die Mitte der unteren Hälfte (ohne Loch) geben. Den bestäubten Deckel darauf setzen und leicht andrücken.
  12. Optional: Die fertigen Linzer Plätzchen 30 Minuten ruhen lassen, damit sich die Marmelade besser mit dem Teig verbindet.

Notes

Der Teig darf nicht zu warm werden – bei Klebrigkeit 10 Minuten zurück in den Kühlschrank legen. Gleichmäßige Dicke (ca. 4 mm) ist entscheidend für gleichmäßiges Backen. Nicht zu viel Mehl auf der Arbeitsfläche verwenden; am besten zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen. Die Deckel erst nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben, da der Zucker sonst schmilzt. Die Plätzchen schmecken am zweiten oder dritten Tag noch besser, da sich die Aromen verbinden.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen (ca. 20
  • Calories: 95
  • Sugar: 4
  • Sodium: 30
  • Fat: 6
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 9
  • Fiber: 0.5
  • Protein: 2

Keywords: Linzer Plätzchen, Haselnuss, Preiselbeere, Advent, Weihnachtsbäckerei, einfach, schnell, nussig

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