Es gab einmal eine kleine Bäckerei in der Seitenstraße am Marktplatz, die hieß „Zuckerguss“. Sie war winzig, roch nach Butter und Sternanis, und die Fenster waren im Dezember immer beschlagen. Die Besitzerin, eine ältere Dame mit Namen Frau Weber, backte die fluffigsten Engelsaugen der Stadt. Wenn man die Tür öffnete, wusste man sofort: Hier wird noch mit echter Vanille gearbeitet. Ihr Geheimnis? Ein Mürbteig, der auf der Zunge zerging, und ein Johannisbeergelee, das genau die richtige Säure hatte. Dann, vor zwei Wintern, schloss die Bäckerei. Frau Weber ging in Rente, und niemand übernahm den Laden. Ich stand davor, die Rollläden unten, und hatte das Gefühl, ein Stück Kindheit sei einfach verschwunden. Also, nach etwa sieben fehlgeschlagenen Versuchen – und einer Charge, die eher nach Ziegelstein als nach Plätzchen schmeckte – habe ich es endlich geknackt. Ich habe die perfekten Engelsaugen mit Johannisbeergelee und Vanille-Mürbteig wieder zum Leben erweckt. Vielleicht kennst du das ja: Dieses Verlangen nach einem bestimmten Geschmack, den man einfach nicht mehr bekommt. Dieses Rezept ist meine kleine Rettungsaktion. Und ich schwöre dir, der Duft allein macht alles wieder gut.
Warum du diese Engelsaugen lieben wirst
Diese Engelsaugen sind nicht einfach nur Plätzchen. Sie sind eine warme Umarmung an einem kalten Tag. Lass mich dir sagen, warum sie dein neues Lieblingsrezept werden.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt. Keine stundenlange Kühlzeit, kein kompliziertes Schichten. Perfekt für den Nachmittag, wenn du plötzlich Lust auf etwas Süßes bekommst.
- Einfache Zutaten: Du hast wahrscheinlich alles bis auf das Johannisbeergelee im Haus. Mehl, Butter, Vanille, Zucker, Eier – das sind absolute Basics, die jeder in der Vorratskammer hat.
- Perfekt für gemütliche Abende: Diese Plätzchen sind wie gemacht für einen verregneten Sonntag, eine Tasse Tee und eine dicke Decke. Sie bringen ein bisschen Weihnachten in den Alltag, ganz ohne Stress.
- Publieksliebling: Ehrlich, ich habe sie zu jeder Feier mitgebracht, und sie waren immer die ersten, die weg waren. Kinder lieben die süße Mulde, Erwachsene den feinen Vanillegeschmack.
- Unglaublich lecker: Der Teig zerbricht fast auf der Zunge, und das Gelee gibt diesen herrlichen, fruchtigen Kontrast. Es ist ein bisschen so, als würde man eine Wolke mit Beerenmus essen. Klingt komisch, schmeckt fantastisch.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Ich habe eine Prise Meersalz in den Teig gegeben. Klingt seltsam, oder? Aber das Salz hebt die Vanille so unglaublich hervor und balanciert die Süße des Gelees aus. Es ist dieser eine kleine Kniff, der den Unterschied macht. Ich habe es von Frau Weber gelernt – sie hat immer gesagt: „Süß allein ist langweilig, Kind. Der kleine Biss muss überraschen.“ Und sie hatte recht. Diese Engelsaugen sind nicht nur gut, sie sind die Art von Gebäck, bei dem man nach dem ersten Bissen die Augen schließt und kurz innehalten muss. Einfach wohlig.
Welche Zutaten du brauchst
Für dieses Rezept greifen wir auf einfache, aber hochwertige Zutaten zurück. Jede Komponente hat ihre Aufgabe, und wenn du sie richtig wählst, schmeckt das Ergebnis einfach himmlisch. Keine Angst, es sind keine exotischen Sachen dabei – alles ist im normalen Supermarkt zu finden.
Für den Vanille-Mürbteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405): Das ist die Basis. Ich verwende am liebsten Bio-Mehl, aber jedes Standardmehl funktioniert. Wichtig: Das Mehl gut sieben, sonst wird der Teig klumpig.
- 150 g kalte Butter, in Würfeln: Die Butter muss wirklich kalt sein – direkt aus dem Kühlschrank. Ich nehme meistens die Marke „Mega“ oder „Weihenstephan“, weil sie einen hohen Fettgehalt haben und der Teig besonders mürbe wird.
- 80 g Puderzucker: Normale Zucker geht auch, aber Puderzucker macht den Teig feiner und zarter. Er löst sich einfach besser auf.
- 1 großes Eigelb (Größe M oder L): Das Eigelb bindet den Teig und gibt ihm Farbe. Nimm ein Ei aus Freilandhaltung, das Gelb ist intensiver und der Geschmack besser.
- 1 Vanilleschote (oder 2 TL Vanilleextrakt): Das ist der Star. Ich empfehle dringend eine echte Vanilleschote aus Madagaskar. Das Mark darin ist unvergleichlich. Wenn du Extrakt nimmst, achte auf reines Bourbon-Vanilleextrakt ohne Zuckerzusatz.
- 1 Prise Meersalz (z.B. Fleur de Sel): Nicht weglassen! Das Salz bricht die Süße und macht den Vanillegeschmack intensiver. Ich verwende grobes Meersalz, das ich vorher im Mörser leicht zermahle.
Für die Füllung und Dekoration

- 150 g Johannisbeergelee (am besten selbstgemacht oder von guter Qualität): Das Gelee sollte nicht zu flüssig sein, sonst läuft es aus. Ich stehe total auf das Gelee von „Schwartau“ aus der Manufaktur-Linie – es hat diesen herrlich sauren Kick. Alternativ geht auch Himbeergelee oder Preiselbeermarmelade.
- 50 g Puderzucker zum Bestäuben: Zum Schluss kommt der Schnee auf die Plätzchen. Sieht nicht nur schön aus, sondern gibt auch eine leichte Süße obendrauf.
Tipp zur Zutatenwahl: Wenn du keine Johannisbeeren magst, kannst du auch Sauerkirschkonfitüre oder sogar Orangenmarmelade nehmen. Der bittere oder saure Geschmack passt aber am besten, weil er den süßen Teig ausgleicht. Für eine vegane Variante tauschst du die Butter gegen Margarine und das Eigelb gegen einen Esslöffel Aquafaba (Kichererbsenwasser). Das funktioniert erstaunlich gut, auch wenn der Teig etwas brüchiger wird.
Benötigte Küchengeräte
Du brauchst keine Profiausrüstung für diese Engelsaugen. Die meisten Sachen hast du bestimmt schon in der Schublade. Hier ist, was ich verwende:
- Eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät: Ich liebe meine Küchenmaschine von Kenwood für den Mürbteig, weil sie die Butter schnell und gleichmäßig verknetet. Aber ein Handrührer mit Knethaken tut es auch. Wenn du starke Arme hast, geht es sogar per Hand – dann dauert es nur etwas länger.
- Eine große Schüssel: Nichts Besonderes, einfach eine Rührschüssel aus Edelstahl oder Glas.
- Ein Nudelholz: Ich habe ein einfaches aus Buchenholz. Wichtig ist, dass es glatt ist, damit der Teig nicht kleben bleibt. Wenn du kein Nudelholz hast, nimm eine leere Glasflasche – funktioniert genauso gut!
- Ausstechförmchen (rund, ca. 4 cm Durchmesser): Für die klassische Engelsaugen-Form. Ich habe ein Set von „Wilton“, das gibt es für wenig Geld im Internet. Du brauchst zwei Größen: eins für den Boden und ein kleineres für das Loch.
- Ein Backblech mit Backpapier: Normales Blech, kein spezielles. Backpapier ist ein Muss, sonst kleben die Plätzchen fest.
- Ein kleiner Löffel oder ein Spritzbeutel für das Gelee: Ich nehme meistens einen Teelöffel und mache kleine Kleckse. Ein Spritzbeutel ist schöner, aber nicht nötig.
- Ein feines Sieb zum Bestäuben: Für den Puderzucker-Schnee. Ein altes Teesieb tut es auch.
Budget-Tipp: Du musst nicht viel Geld ausgeben. Ein gutes Nudelholz bekommst du für 5 Euro, und Ausstechförmchen kosten oft nur 2 Euro im Set. Die Küchenmaschine ist ein Luxus, aber kein Muss. Ehrlich, ich habe meine ersten Engelsaugen mit einer Gabel und viel Geduld gemacht.
Zubereitungsschritte
Jetzt wird gebacken! Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst sehen, wie schnell der Duft von Vanille durch deine Küche zieht.
- Vanillemark extrahieren: Schneide die Vanilleschote der Länge nach auf und kratze das Mark mit dem Messerrücken heraus. Gib das Mark in eine kleine Schüssel. Die leere Schote kannst du in ein Glas Zucker stecken – das gibt Vanillezucker für später.
- Mürbteig herstellen: Gib das Mehl, den Puderzucker, das Vanillemark und die Prise Salz in eine große Schüssel. Vermische alles kurz. Dann die kalten Butterwürfel und das Eigelb dazugeben. Jetzt kommt der wichtige Teil: Arbeite alles schnell zu einem glatten Teig. Nicht kneten, nur zusammendrücken! Sonst wird der Teig zäh. Wenn du eine Küchenmaschine hast, lass sie auf niedriger Stufe laufen, bis sich der Teig zu einer Kugel formt – das dauert etwa 30 Sekunden.
- Teig kühlen: Wickel den Teig in Frischhaltefolie und drücke ihn flach. Ab in den Kühlschrank für mindestens 30 Minuten. Ich lasse ihn oft eine Stunde ruhen, dann lässt er sich besser ausrollen. In dieser Zeit kannst du schonmal das Backblech vorbereiten.
- Backofen vorheizen: Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor (Umluft 160°C). Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus.
- Teig ausrollen: Bestäube deine Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rolle den Teig gleichmäßig aus, etwa 4-5 mm dick. Nicht zu dünn, sonst brechen die Plätzchen. Stich mit dem großen Ausstecher Kreise aus. Lege sie auf das Blech – mit etwas Abstand, sie gehen kaum auf.
- Löcher formen: Nimm den kleineren Ausstecher und drücke vorsichtig eine Mulde in die Mitte jedes Kreises. Drücke nicht ganz durch, nur etwa bis zur Hälfte. Das ist die „Augenhöhle“ für das Gelee. Wenn der Teig klebt, tauche den Ausstecher kurz in Mehl.
- Backen: Schiebe das Blech in den Ofen und backe die Engelsaugen für 10-12 Minuten. Sie sollten hell bleiben – nur die Unterseite wird leicht goldbraun. Ein Tipp: Nimm sie raus, wenn sie noch ganz hell aussehen, denn sie härten beim Abkühlen nach. Wenn sie braun werden, sind sie zu trocken.
- Abkühlen lassen: Lass die Plätzchen auf dem Blech für 5 Minuten abkühlen, dann hebe sie vorsichtig auf ein Kuchengitter. Sie sind noch sehr weich, also sei vorsichtig. Nach 10 Minuten sind sie fest genug.
- Füllen: Erwärme das Johannisbeergelee kurz in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle, bis es flüssig ist. Gib einen halben Teelöffel in jede Mulde. Nicht zu viel, sonst läuft es über. Das Gelee wird beim Abkühlen wieder fest.
- Bestäuben: Wenn das Gelee komplett fest ist (nach etwa 20 Minuten), streue großzügig Puderzucker durch ein Sieb über die Engelsaugen. Siehst du, wie der Schnee auf den roten Beeren landet? Einfach schön.
Sensorischer Hinweis: Wenn der Teig fertig ist, soll er sich anfühlen wie feuchter Sand – krümelig, aber wenn du ihn zusammendrückst, bleibt er in Form. Und der Geruch beim Backen? Nach gebackener Vanille und einem Hauch von Buttertoffee. Herrlich!
Backtipps & Techniken
Ich habe bei diesen Engelsaugen einiges gelernt – meistens durch Fehler. Hier sind meine besten Tipps, damit es bei dir gleich beim ersten Mal klappt.
Der Teig darf nicht warm werden: Das ist die wichtigste Regel. Wenn die Butter zu weich wird, verläuft der Teig und die Plätzchen werden flach. Arbeite also schnell und kühle den Teig zwischendurch, wenn deine Küche warm ist. Ich lege die ausgestochenen Plätzchen manchmal für 5 Minuten ins Gefrierfach, bevor ich sie backe – das gibt extra Biss.
Das richtige Gelee: Johannisbeergelee ist perfekt, weil es von Natur aus viel Pektin hat und schön fest wird. Wenn du ein flüssigeres Gelee nimmst, koche es vorher kurz ein, bis es dicklicher wird. Sonst hast du nach dem Backen eine Pfütze auf dem Blech – glaub mir, das ist ärgerlich.
Nicht zu fest drücken: Beim Formen der Mulde solltest du nicht zu viel Druck ausüben. Drückst du zu tief, reißt der Teig ein, und das Gelee läuft aus. Ein sanftes Drücken reicht völlig aus.
Geduld beim Abkühlen: Ich weiß, es ist schwer, aber lass die Plätzchen wirklich komplett abkühlen, bevor du sie bestäubst. Sonst schmilzt der Puderzucker und wird klitschig. Ich mache oft erst am nächsten Tag den Puderzucker drauf – dann bleiben sie länger knusprig.
Mein größter Fail: Einmal habe ich vergessen, das Eigelb in den Teig zu geben. Das Ergebnis war eine trockene, bröselige Masse, die auseinanderfiel wie alter Sand. Seitdem schreibe ich mir die Zutaten auf einen Zettel, bevor ich anfange. Manchmal ist man einfach zu hektisch, oder?
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist super, aber manchmal will man etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst getestet habe und die wirklich gut funktionieren.
- Schokoladen-Engelsaugen: Ersetze 30 g Mehl durch 30 g Backkakao. Der Teig wird dunkel und schokoladig. Fülle sie dann mit einem dunklen Kirschgelee – das ist wie ein kleiner Schwarzwälder Kirschtorte im Miniaturformat. Einfach genial!
- Vegane Variante: Tausche die Butter gegen vegane Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Eigelb gegen einen Esslöffel Aquafaba. Der Teig wird etwas brüchiger, also rolle ihn vorsichtig aus. Das Gelee bleibt gleich – die meisten sind sowieso vegan.
- Nuss-Note: Gib 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse in den Teig. Reduziere dafür das Mehl um 30 g. Die Nüsse geben einen herrlichen Crunch und passen super zur Vanille. Ich habe das mal für eine Freundin gemacht, die Nüsse liebt – sie war hin und weg.
- Glutenfrei: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung (1:1 Austausch) und einen Teelöffel Xanthan-Gummi, damit der Teig zusammenhält. Der Teig wird etwas weicher, also kühle ihn länger. Das Ergebnis ist überraschend gut – fast wie das Original.
- Winterliche Gewürze: Gib eine Prise Zimt und eine Messerspitze gemahlene Nelken in den Teig. Das macht die Engelsaugen weihnachtlich und passt perfekt zur kalten Jahreszeit. Mit einem Apfelgelee gefüllt sind sie der Hit auf jedem Adventskaffee.
Servier- & Aufbewahrungstipps
Die Engelsaugen schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Das Gelee verbindet sich dann mit dem Teig, und alles wird noch harmonischer.
Servieren: Serviere sie bei Zimmertemperatur auf einer hübschen Platte. Ich stelle sie gerne zu einer Tasse Earl Grey oder einem Glas kalter Milch. Sie sind auch toll auf einem Plätzchenteller für Gäste – sie sehen einfach bezaubernd aus mit dem Puderzucker-Schnee. Wenn du sie etwas aufpeppen willst, lege ein kleines Minzblatt auf jedes Plätzchen. Sieht edel aus, kostet nichts.
Aufbewahrung: Bewahre die Engelsaugen in einer luftdichten Blechdose auf. Zwischen die Lagen legst du am besten Backpapier, damit sie nicht aneinanderkleben. So halten sie sich eine Woche – wenn sie nicht vorher aufgegessen werden. An einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank!) bleiben sie knusprig.
Einfrieren: Du kannst die ungefüllten und unbestäubten Plätzchen problemlos einfrieren. Lege sie flach in einen Gefrierbeutel und drücke die Luft raus. Sie halten sich so bis zu drei Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auf ein Gitter legen, dann füllen und bestäuben. Das Gelee selbst einfrieren? Lieber nicht, es wird wässrig.
Reheating: Diese Plätzchen brauchen kein Aufwärmen. Aber wenn du sie nach ein paar Tagen etwas weicher findest, lege sie für 5 Minuten bei 100°C in den Ofen. Das gibt ihnen den Crunch zurück. Aber ehrlich, sie sind auch weich noch köstlich.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Okay, lass uns ehrlich sein – Engelsaugen sind kein Diätgericht. Aber sie haben durchaus ihre guten Seiten, wenn man sie in Maßen genießt.
Ungefähre Nährwerte pro Stück (bei 30 Stück):
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 110 kcal |
| Kohlenhydrate | 14 g |
| davon Zucker | 7 g |
| Fett | 6 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 3,5 g |
| Eiweiß | 1,5 g |
| Ballaststoffe | 0,5 g |
Gesundheitliche Vorteile: Die Butter liefert fettlösliche Vitamine wie Vitamin A und D, die wichtig für die Knochen und das Immunsystem sind. Johannisbeeren sind kleine Vitamin-C-Bomben – auch wenn sie im Gelee etwas davon verlieren, haben sie noch Antioxidantien, die die Zellen schützen. Und die Vanille? Sie wirkt beruhigend auf die Nerven. Ein Plätzchen zum Tee kann also durchaus entspannend wirken. Natürlich nur, wenn man nicht die ganze Dose leer isst.
Allergenhinweise: Dieses Rezept enthält Gluten (Weizenmehl), Laktose (Butter) und Eier. Für eine laktosefreie Version nimmst du laktosefreie Butter – die gibt es inzwischen in jedem Supermarkt. Die vegane Variante oben ist frei von allen tierischen Allergenen.
Fazit
Diese Engelsaugen mit Johannisbeergelee und Vanille-Mürbteig sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind eine kleine Zeitreise zurück in diese winzige Bäckerei, in der alles noch nach Geduld und echter Butter roch. Ich liebe es, wie der Teig auf der Zunge zergeht und das Gelee diesen säuerlichen Kontrast gibt. Es ist der perfekte kleine Glücksmoment für einen gemütlichen Abend.
Probiere sie unbedingt aus und passe sie nach deinem Geschmack an – ob mit Schokolade, Nüssen oder Gewürzen. Ich bin gespannt, wie sie bei dir werden! Schreib mir doch in die Kommentare, welche Variante du ausprobiert hast oder ob du einen eigenen Trick entdeckt hast. Und wenn dir das Rezept gefällt, teile es mit deinen Freunden – vielleicht backen wir alle zusammen ein bisschen mehr Wohlgefühl in die Welt. Also, ran an die Schüsseln! Es wird gemütlich.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch andere Geleesorten verwenden?
Ja, absolut! Johannisbeergelee ist mein Favorit wegen der Säure, aber Himbeer-, Aprikosen- oder sogar Orangenmarmelade funktionieren auch. Achte nur darauf, dass das Gelee nicht zu flüssig ist, sonst läuft es beim Backen aus. Wenn du ein sehr weiches Gelee hast, koche es kurz ein, bis es eindickt.
Warum wird mein Mürbteig bröselig?
Das passiert oft, wenn der Teig zu wenig Feuchtigkeit hat oder zu lange geknetet wurde. Achte darauf, dass die Butter wirklich kalt ist und du den Teig nur so lange bearbeitest, bis er gerade zusammenhält. Wenn er trotzdem bröselt, gib einen Esslöffel kaltes Wasser dazu und knete kurz durch.
Kann ich den Teig einfrieren?
Ja, das geht super! Wickle den Teig gut in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. Er hält sich bis zu drei Monate. Zum Verarbeiten lässt du ihn über Nacht im Kühlschrank auftauen und rollst ihn dann wie gewohnt aus. Das spart Zeit, wenn du spontan backen willst.
Wie verhindere ich, dass das Gelee ausläuft?
Das Gelee läuft aus, wenn die Mulde zu tief ist oder das Gelee zu dünnflüssig. Drücke die Mulde nur etwa zur Hälfte der Teigdicke ein – nicht durchstechen! Und verwende ein Gelee, das von Natur aus fest ist, oder koche es vorher kurz ein. Ein halber Teelöffel pro Plätzchen reicht völlig.
Warum werden meine Engelsaugen zu hart?
Das liegt meistens an der Backzeit. Mürbteig sollte nur so lange backen, bis er hell ist – die Unterseite darf leicht goldbraun sein, aber die Oberseite sollte blass bleiben. Nimm sie raus, wenn sie noch weich aussehen, denn sie härten beim Abkühlen nach. Wenn du sie zu lange drin lässt, werden sie trocken und hart.
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Die besten Engelsaugen mit Johannisbeergelee und Vanille-Mürbteig
Diese Engelsaugen sind eine warme Umarmung an einem kalten Tag. Der Mürbteig zergeht auf der Zunge, das Johannisbeergelee gibt den perfekten säuerlichen Kontrast – ein kleiner Glücksmoment für gemütliche Abende.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 27 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 30 Stück 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 150 g kalte Butter, in Würfeln
- 80 g Puderzucker
- 1 großes Eigelb (Größe M oder L)
- 1 Vanilleschote (oder 2 TL Vanilleextrakt)
- 1 Prise Meersalz (z.B. Fleur de Sel)
- 150 g Johannisbeergelee (am besten selbstgemacht oder von guter Qualität)
- 50 g Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark mit dem Messerrücken herauskratzen. In eine kleine Schüssel geben.
- Mehl, Puderzucker, Vanillemark und Salz in eine große Schüssel geben und kurz vermischen. Kalte Butterwürfel und Eigelb dazugeben. Alles schnell zu einem glatten Teig verarbeiten – nicht kneten, nur zusammendrücken.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln, flach drücken und mindestens 30 Minuten (besser 1 Stunde) kühl stellen.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Arbeitsfläche leicht bemehlen. Teig gleichmäßig 4-5 mm dick ausrollen. Mit großem Ausstecher (ca. 4 cm Durchmesser) Kreise ausstechen und auf die Bleche legen.
- Mit kleinerem Ausstecher vorsichtig eine Mulde in die Mitte jedes Kreises drücken – nur bis zur Hälfte, nicht durchstechen.
- Bleche in den Ofen schieben und 10-12 Minuten backen, bis die Plätzchen hell sind (nur die Unterseite leicht goldbraun).
- Plätzchen 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter heben. Nach 10 Minuten sind sie fest genug.
- Johannisbeergelee kurz erwärmen, bis es flüssig ist. Jeweils einen halben Teelöffel in jede Mulde geben.
- Wenn das Gelee fest ist (nach ca. 20 Minuten), Puderzucker durch ein Sieb großzügig über die Engelsaugen streuen.
Notes
Der Teig darf nicht warm werden – Butter muss kalt sein. Das Gelee sollte nicht zu flüssig sein, sonst läuft es aus. Plätzchen vor dem Bestäuben komplett abkühlen lassen. Für eine vegane Variante Butter durch Margarine und Eigelb durch 1 EL Aquafaba ersetzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 110
- Sugar: 7
- Sodium: 0.1
- Fat: 6
- Saturated Fat: 3.5
- Carbohydrates: 14
- Fiber: 0.5
- Protein: 1.5
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